In Antwort auf: veloträumer

Grundsätzlich ist ein System mit offenen Gleisanfahrten flexibler im Vorlauf, Züge müssen weniger auf andere Züge warten, die noch im Bahnhof stehen, dadurch evtl. auch weniger Gleise nötig. Das gilt besonders, wenn die Takte aus dem Ruder laufen wie bei Verspätungen etc. Grundsätzlich kann es auch im deutschen System dazu kommen, wenn auch seltener. Wird ein Zug zu einem anderen Bahnsteig geleitet wegen ebensolcher Störungen, dann ist der Umzug der Reisenden noch brisanter, als wenn die Reisenden an übersichtlichen Punkten warten, von wo der Weg zum Bahnsteig in etwa für alle gleich ist und mehr Platz auf dem Bahnsteig ist, als wenn er für zwei Züge bereits vollsteht.


Ist mir auf der Strecke Leipzig-Magdeburg passiert. Ich stehe am Bahnsteig, relativ weit vorn. Als ich ankam, 15 Minuten vor Abfahrt des Zuges war an der elektronischen Infromationstafel noch alles ausgeschildert, wie im Fahrplan. Aber der Zug fuhr nicht ein- na gut ein paar Minuten Verspätüng. Kurz nach der planmäßigen Abfahrtszeit bin ich dann zur Information, dort erhielt ich folgende Auskunft: Der Zug ist fahrplanmäßig pünktlich abgefahren, aber von einem anderen Gleis. Die Anderung des Abfahrtsgleises wurde auch an der elektronischen Informationstafel angekündigt, aber eben noch keine 15 Minuten vorher. Eine Ansage per Lautsprecher, wie früher üblich, gab (gibt) es nicht.

Fazit: In Leipzig am Querbahnsteig warten!