Das Problem ist, dass das Gleis wirklich erst sehr kurzfristig kund getan wird. Wir haben da sehr lange gesucht und ich dachte mir: Das muss doch rauszubekommen sein! Pustekuchen. Erst wenn es auf der Anzeige erscheint.
Besonders ärgerlich ist das, wenn am Endbahnhof der Zug sichtbar schon lange am Gleis steht, d.h. das Gleis ganz offensichtlich deutlich eher bekannt gewesen ist als es angezeigt wurde. Habe ich in Frankreich schon mehrmals so erlebt.
Das kann aber verschiedene sinnvolle Gründe haben, z.B. ungestörte Säuberung des Zuges, Catring-Bestückung, Sicherheitsbelange (Kontrolle der Bahnsteige) oder wie ich im Streikfall erlebt habe, Zugangskontrolle zum Zug mit nur gewissen Tickets, um Überfüllung zu vermeiden.
Grundsätzlich ist ein System mit offenen Gleisanfahrten flexibler im Vorlauf, Züge müssen weniger auf andere Züge warten, die noch im Bahnhof stehen, dadurch evtl. auch weniger Gleise nötig. Das gilt besonders, wenn die Takte aus dem Ruder laufen wie bei Verspätungen etc. Grundsätzlich kann es auch im deutschen System dazu kommen, wenn auch seltener. Wird ein Zug zu einem anderen Bahnsteig geleitet wegen ebensolcher Störungen, dann ist der Umzug der Reisenden noch brisanter, als wenn die Reisenden an übersichtlichen Punkten warten, von wo der Weg zum Bahnsteig in etwa für alle gleich ist und mehr Platz auf dem Bahnsteig ist, als wenn er für zwei Züge bereits vollsteht.