... Ein paar gute (Fahrrad)-Jahre erhoffe ich mir noch
Das wird auch möglich sein, da würde ich mir mit einer Gabel aus aktueller Produktion (deshalb dieser Punkt) unter Einhaltung der Vorgaben (Scheibengröße und Systemgewicht) keinen Kopf mehr machen. Der von @derSammy genannte Gabelbruch dürfte eine leichte Kinesis-Alu-Gabel betreffen, meine stammt aus dem Jahr 2005, die Konstruktion eventuell nochmals deutlich älter, die heutige ist sicher überarbeitet - auch wenn von außen nicht sichtbar. Ich vermute, dass in den Anfängen der Scheibenbrems-Starrgabeln die Kräfte am Ausfallende nach hinten und an der Bremsaufnahme nach vorne (die versucht, den linken Gabelholm nach hinten abzubrechen) unterschätzt wurden und zwar für alle Scheibengrößen. Die Federgabeln mit den dicken Castings sind aus anderen Gründen da von vorneherein steifer. Solche Starrgabeln sind weich und bruchgefährdet. Meine wird wahrscheinlich verbotenerweise auch mit 180er-Scheiben betrieben, aber bei geringem Systemgewicht. Trotzdem merkt man, dass die Bremse die Gabel bei höherem Gewicht schnell überfordern würde. Es sind zwei unabhängige Punkte: die generelle Auslegung der Gabel auf die viel höheren Kräfte an der Bremszangenaufnahme (5 - 6-fache Bremskraft am Reifen und alles auf den linken Holm, gegenüber deutlich unter 1-fach je Holm einer V-Brake) und die Adaptergrößen mit wachsender Scheibengröße. Eine V-Brake ist ja eine sehr große Scheibe, aber mit dem Vorteil, schön symmetrisch beide Gabelholme zu belasten. Dort versuchen die (geringeren) Kräfte am Cantisockel nach vorne und am Ausfallende nach hinten die beiden Gabelholme nach hinten abzubrechen. Die Kräfte an den Cantisockeln sind viel kleiner als bei der Scheibenbremsaufnahme, aber der Hebel zum Ausfallende viel größer. Die Steuerköpfe belastet die Scheibenbremse erwartungsgemaäß nur wenig höher.