Hallo Andre,

das Lager täuscht ein wenig. Technisch handelt es sich um ein Doppelreihiges Schrägkugellager in O-Anordnung und der effektive Lagerabstand ist größer als der tatsächliche. Sowas ist heute auch bei Autos als Radlager gängig.
Das ist nicht dumm gemacht und für die Baugröße erstaunlich haltbar. Es ist kein Wunder, daß die Copycats sich an der Stelle das Leben leichter machen und außen ein Gleitlager einbauen, und innen dann ein übliches Rillenkugellager.

Meiner Erfahrung nach ist es absolut sinnvoll, die Pedale schon vor der ersten Fahrt mit ordentlich Fett zu versorgen: Achse rauschrauben, Fett in den Pedalkörper, Achse reinschrauben. Die zwei Minuten bringen einiges an Lebensdauer, gerade auch wegen der zusätzlichen Abdichtung durch das Fett.

Viele Grüße,
Georg



In Antwort auf: AndreMQ
In Antwort auf: GEBLA
Hallo Andy,

wenn das Pedal wackelt, ist das Kugellager nicht richtig eingestellt oder defekt, sonst würde es nicht wackeln.
Meiner Erfahrung nach schleift die Achse nur auf der Kunstoffhülse, wenn das Kugellager Spiel hat. Bei der Einstellung ist aber schwer zu spüren, wann es stramm genug ist. Ich stelle immer so ein, daß die Hülse ganz leicht rauh läuft...
Beim 520 ist es genau so. Die Kunststoffhülse dient nicht als Gleitlager. Damit das doppelte Konuslager mit ca. 1cm Länge (über die Sinnhaftigkeit einer solchen Shimano-Eigenkonstruktion kann man sicher streiten) nicht verkantet wird, ist es genau unter dem Eingriff der SPD-Platte positioniert, um die Fußkraft aufzunehmen.
Ansonsten ist der Hauptpunkt für die Lebensdauer einer Lagerung (völlig egal welche) eine einwandfreie Dichtung. Wenn die nicht stimmt, werden alle Lagerungen geschädigt. Bei LKW, PKW, Baumaschinen, Militärgerät, Industriemaschinen, Bahnen, .... wird das beachtet, bei Fahrradkonstruktionen leider häufig nicht.