Off-Offtopic
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Wieviel größer dabei Aufwand und Preis werden, hängt wohl sehr vom konkreten Teil ab. Möglich ist viel, wie die schon erwähnte Voyager-Sonde aus den 70ern zeigt. Auch die Militärs haben sehr strenge Auflagen an ihre Gerätschaften und sie machen z.B. sehr strenge Vorgaben an deren Kondensatoren. Diese gibt es auch für den Massenmarkt, kosten halt ein paar Pfennige mehr.
Gerade die Voyager-Sonden taugen als Beispiel Null: es gibt keine Korrosion, keine Vibrationen (also keine Ursachen für techn. Defekte), doch nimmt die Leistung der Stromversorgung um etwa 1,4%/Jahr ab
Kleiner Einspruch: Ich habe vor einiger Zeit mal ein paar Layouts gemacht, die u.a. in einem Forschungssatelliten herumschwirren sollten. Dazu gibt es (neben langen Listen von zugelassenen Bauteilen, teilweise Uralt-ICs etc.) ordnerweise spezielle Designvorschriften, die bei der Materialauswahl, beim Leiterplattenlayout, später bei der Bestückung keinen Spaß machen, aber wohlbegründet sind. Vibration: Raketenstart mit wieviel g? Temperaturwechsel: Rotierender Satellit mit Sonnen- und Schattenseite... usw. usw... Gerade solche Dinger wie Pioneer und Voyager, Viking, Rosetta/Philae, Curiosity müssen schon so konstruiert sein, daß nix kaputtgeht..
und eine Ebene zurück auf Off-Topic: Jesusfreak und AndreasR, so ist es. SEHR viele Ausfälle werden durch vermeidbare, einfachste Entwicklungs- und Konstruktionsdummheiten, wie Ihr sie beschreibt, grundgelegt. Fehlerfreiheit und Zuverlässigkeit muß und kann man in ein Produkt hineinentwickeln. Manchmal ist es so einfach, daß es schlicht wehtut, wenn man mal irgendwas kaputtgegangene seziert und dann sieht, wie offenbar ohne jeden Sinn (also nichtmal erkennbar vorsätzliche planned obsolescence) irgendwelche absoluten "Basics" vernachlässigt vermurkst wurden.
lG Matthias