[ ... ]Aber für Experimente des Kunden muss doch der Hersteller nicht haften, ich versteh die Logik bzw. den Anspruch nicht. Was hat das mit kundenunfreundlich zu tun?
Angenommen deine mit xy-Belägen versehene Magura macht die Grätsche, du hast einen Unfall und wirst verletzt. Wer ist jetzt verantwortlich? Magura?[ ... ]
Kommt drauf an. Wenn sich z.B. der Belag elegant vom Träger löst, wie letztens bei einer Serie Shimano-Belägen, dann ist natürlich der Hersteller des Belags gefragt. Wenn aber die Bremse wegen einer Undichtigkeit des Kolbens nicht mehr bremst, dann ist der Hersteller des Kolbens gefragt, in dem Fall halt Magura.
Und das Argument, dass Fremd-Beläge mehr Hitze in die Bremszange einleiten würden, halte ich für fadenscheinig. Die Zange muss auch mit Magura-Belägen die Wärmeentwicklung einer Schleifbremsung über längere Zeit aushalten, ohne dass es gleich die Zange zerlegt. Wenn Magura das Argument wirklich ernst meinen sollte, dann kann ich nur davon ausgehen, dass die Zangen so grenzwertig konstruiert sind, dass ich in diesem Leben nichts mehr damit zu tun haben will, weil mir mein Leben wichtiger ist, als unbedingt eine bestimmte Bremsenmarke zu fahren. Das war übrigens auch der Grund, warum ich die Maguras von meinem und dem Rad meiner Frau geschmissen habe. Mir ist mein Leben lieber, als mit Magura um den Ersatz der fehlkonstruierten Geber zu streiten, die bei Kälte regelmäßig komplett ausfallen (Bremswirkung = 0; in Worten: Null).