In diesem Faden hier bezog ich mich auf einen Anruf in Paris, wo die SNCF sogar deutschsprachige Mitarbeiter beschäftigt. Und da kostet es wie gesagt nichts extra.
Der Anruf nicht, aber bei Buchung wird die Gebühr fällig. Meine letzte SNCF-Buchung eben dieses Büros entfällt auf das Jahr 2012 und da zahlte ich gleichwohl die 10 Euro Gebühr. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man die Einnahmequelle rückgängig gemacht hat. Das finde ich auch okay, nicht okay finde ich die häufige Desinformation und unprofessionelle Buchbarkeit von Zügen bzw. Zügen mit Radmitnahme. Das gilt sowohl für das lückenhafte elektronische Auskunftssystem der SNCF (damit Reise oft nicht voll planbar) als auch für die teils fehlende Kompetenz am anderen Ende der Leitung. Leider gibt es sowas auch bei der DB, das elektronische Auskunftssystem der DB ist für deutsche Züge aber besser als das der SNCF für französische Züge). Werde es demnächst wahrscheinlich auch mal über Gleisnost versuchen - da sind ja alle begeistert bisher.
Ich darf nochmal aktuell berichten. Mein Versuch via Gleisnost war eher ernüchternd. Nach kleiner Wartescheleife sagte man mir, alle Mitarbeiter seien belegt, man würde mich aber zurückrufen. Das Reiseziel hat ein Herr auch schon notiert - mein Zielort war jedoch so unbekannt, dass ich ihn buchstabieren musste. Die 3-4 Stunden Zeit zum Rückruf bis zu ihrem eigenen Dienstzeitende (Tel. 17 h, Laden 18 h) hat Gleisnost nicht genutzt.
Wer hat, der hat, dachte ich. Dann lieber Auslandstarif nach Frankreich. Bei den Franzosen kann man werktags bis 22 Uhr anrufen, sogar sonntags machbar, wenn auch dann 2 Stunden weniger morgens. Nach ebenfalls kleiner Warteschleife problemlose Buchung, wobei ich gewünschte Frankreich-Verbindungen schon herausgesucht hatte (nach der Durchwahl auf -36 muss man noch eine Taste drücken für "Deutsch" - es empfiehlt also Tastentelefon - für die, die noch Wählscheiben zuhause haben, machen es lieber dann im Büro

). Es entstanden KEINE zusätzlichen Gebühren, derweil mittlerweile die Tickets von der SNCF auch online an die E-Mail-Adresse verschickt werden. Also auch keine Postwartezeiten. Anschließend habe ich noch eine Strecke in Deutschland bei der DB online gebucht. Das Layout der digitalen Fahrscheinen fällt ebenfalls zugunsten der Franzosen aus. Jetzt muss ich z.B. noch ein Karte von Kehl nach Straßburg kaufen, weil die DB-Sonderpreise nicht bis Straßburg, sondern nur bis Kehl gelten - Europa für Anfänger eben. Ggf. könnte ich aber auch ein Radtour zwischendrin einbauen. Radfahrer sind ja Europäer, Bahnen weniger.
Wichtiger Hinweis zum Buchen: Die 3-Monats-Vorbuchfrist bei den Franzosen wurde am 3. April aufgehoben, man kann jetzt also jetzt auch mehr als 3 Monate voraus buchen - wegen der Sommerurlaubszeit. Entsprechend habe ich auch neue Sommerverbindungen gefunden, die zuvor nicht im System drin waren. Bspw. für der Nachtzug von der Biskaya nach Paris nur sonntags, jetzt z.B. auch samstags. Ebenso ist in der Vorsaison der TGV-Anschluss mit Radmitnahme in Paris mit mehreren Stunden Wartezeit verbunden, in der Urlaubszeit wurden offenbar die Radkapazitäten der TGVs erhöht - sprich es gibt mehr Verbindungen mit Radmitnahme. Für die Heimreise von Straßburg nach Deutschland nehme ich lieber das Radl - das ist um einiges schneller. Ich hoffe, dass ich keine Kriegsgräben zu überwinden habe. D/F-Schienenverbindungen, das ist eben Europa für Anfänger.
