Hallo Manuela,
dass eure Kinder Charakter und Umstände eurer Tour ganz maßgeblich mitbestimmen, liegt auf der Hand. Bei der Routenwahl solltet ihr aber auch auf euch und eure Interessen achten.Was sind eure Gegenden, Orte und Landschaften? Wo fühlt ihr euch wohl und wohin würdet ihr gerne reisen? Darf es auch Kultur sein? Sind längere Aufenthalte an einzelnen Orten unterwegs möglich? Was bedeutet "nicht zu warm" für euch geografisch?
Die Wertschätzung von Thomas für die Aland-Inseln teile ich. Die Inseln sind nur nicht so einfach zu erreichen. Von Finnland aus bieten sich Turku oder Galtby als Fährorte an. Aber da muss man eben erst einmal hin (und wieder zurück). Von Travemünde oder Rostock nach Helsnki und mit dem Rad Richtung Turku oder Galtby ist eine Möglichkeit. Alternativ kommt in Schweden vor allem Stockholm als Fährort in Betracht. Handikap hier: In puncto Fahrradmitnahme schwächelt die schwedische Bahn beträchtlich. Die großen kommerziellen Fährlinien z. B. von Stockholm oder Turku nach Mariehamn kosten selbstverständlich.
Kann es Deutschland bleiben oder werden, finde ich die Idee Elbe- und Oder-Neiße-Radweg nicht schlecht. Ich bin beides mit allerdings älteren Kindern gefahren. Vorteile: Eure Tour beginnt an der Haustür, wenig organisatorischer Aufwand, ausreichend Möglichkeiten für Variationen, Unterbrechungen, alles flach (mglw. ja wichtig bei einem 5jährigen Kind, das selbst in die Pedale treten will und soll). Die Tour lässt sich leicht verkürzen oder abbrechen, genauso leicht am Haff aber auch verlängern. Wird es auf den Deichen zu monoton, weicht man eben aus. Für mein Empfinden ist die polnische Seite der Oder-Neiße noch viel zu wenig im Blick.
Als Alternative oder Kombination der genannten Ideen schlage ich eine Runde in der westlichen Ostsee vor. Etwa so: ein Teil Ostseeküste in M-V (z. B. ab Rostock) - Rügen - Bornholm - Südschweden - Kopenhagen - Inselhüpfen über die dänischen Ostseeinseln bis Flensburg.
Gruß
Harald