Das ist keine blöde Frage, sondern eine der FAQ. In früheren Zeiten hätte man dafür bedenkenlos eine mechanische Kleinbild-Spiegelreflexkamera mit der klassischen Reise-Objektiv-Ausstattung verwendet (Nikon FM2, Pentax MX, Leica R6, Canon F1 mit Zoom 28-85 mm, Weitwinkel 20 mm, Telezoom 80-200 mm oder Festbrennweite 180 mm, eventuell eine lichtstarke Festbrennweite oder ein Makro, eventuell einen 2x Konverter und eine Makro-Vorsatzlinse...). Solide Sucherkameras mit gleichwertiger Bildqualität gab es auch zu bezahlbaren Preisen.

Digitale Modelle in vergleichbarer Ausführung gibt es nicht bzw. nur zu sehr hohen Kosten und gleichzeitig sehr viel größer und schwerer.
Hinsichtlich Volumen und Gewicht bei hoher mechanischer Qualität, sehr guter Bildqualität, guter Abdichtung und ordentlicher Größe des Sucherbildes hat mir mein Fachhändler zur Olympus OM-D E5 geraten. Keine Spiegelreflexkamera, sondern eine Micro-Four-Thirds-Systemkamera mit elektronischem Sucher. Mit noch größerem Sensor (APS-C) habe ich die Sony NEX-6 und die Fuji X-E1 in der Vorauswahl. Letztere wahrscheinlich mit der besten Bildqualität der genannten, da spezieller Sensor ohne qualitätsmindernden Tiefpassfilter.

Eigene positive Erfahrungen liegen bisher mit einer Pentax-Kx vor, einem Vorgängermodell der K-30. Die Bildqualität ist für diese Preisklasse sehr schön, mit gutem Objektiv (Makro-Festbrennweite) sogar traumhaft und insgesamt schön neutral.

Den eingebauten Wetterschutz würde ich nicht überbewerten. Wichtiger bleibt der achtsame Umgang mit der Technik. Bei Objektivwechsel kann immer Staub und Sand in das Gehäuse und auf den Sensor gelangen. Regen ist weniger ein Problem, zumal die Frontlinse beim Fotografieren sowieso vor Regentropfen geschützt werden muss. Schwierig sind eher hohe Luftfeuchtigkeit und Kondenswasser bei Temperaturschwankungen. Dagegen hilft ein Spritzwasserschutz kaum. Dann bleibt die Fototasche zu.
Eine komplett wasserdichte Sucherkamera (Panasonic-FT) hat eine - für meine Ansprüche - so schlechte Bildqualität, dass ich lieber auf den Vollschutz verzichte.

Zur Ausfallsicherheit der Kamera bei Vibrationen gibt es keine gesicherten Empfehlungen. Mein Foto-Fachhändler kennt Elektronikausfälle nach Ablauf der Garantiezeit bei Profimodellen, bei Einsteigermodellen und bei Mittelklassemodellen. Reparatur wirtschaftlich nicht sinnvoll. Ob mit oder Spiegelmechanik ist egal. Es bleibt nur, so sorgsam wie möglich mit der Digitalkamera umzugehen und die Kamera vor allen Widrigkeiten bestmöglich zu schützen.

Zur Temperaturbelastbarkeit gibt es in den Bedienungsanleitungen Vorgaben, die den Gebrauch meist auf 0-40°C einschränken. Da Lithium-Polymerakkus gegen hohe Temperaturen und z.T. auch gegen Frost empfindlich sind, würde ich ein Modell mit Mignon-Akkus (Eneloop) empfehlen (z.B. bei Pentax K-30 Zubehör). .