Bei optischen Suchern sind die Mattscheiben auf Helligkeit getrimmt. Dadurch zeigen sie etwa eine ganze Blendenstufe mehr Schärfentiefe an (war früher in Manualfokus-Zeiten anders).
Mein Gehäuse macht sowas nicht. Ich wüsste auch nicht, wie das bei einem vom Spiegel auf die Bildfeldlinse geworfenen reellen Bild funktionieren soll. Ein besonderer Vorteil dieser rein optisch-mechanischen Lösung ist, das das Sucherbild auch dann sicht- und scharfstellbar ist, wenn die Kamera nicht eingeschaltet ist. Bei von Ritschratschkisten abstammenden spiegellosen Gehäusen benötigen auch die nicht ausgelösten Fotos Strom.
@Jürgen, ich würde den Unterschied lieber zwischen Blende 2 und 4 sehen wollen. Bei Blende 16 ist der Schärfebereich auch bei langen Brennweiten kaum mehr ein Thema, dafür spielen Beugungserscheinungen an den Blendenlamellen eine Rolle. Noch besser wäre eine klassische Tiefenschärfeskala, aber die wurde schon vor längerer Zeit eingespart.