1.
Keine Wartungs- oder Reparaturmöglichkeit außerhalb des Einzugsgebiets eines Pinion-Händlers. Das dürfte die Nutzung für eine längere Radreise im Ausland mit deutlich höherem Risiko versehen, wegen Schaltungsdefekt die Reise abbrechen zu müssen.
Du kannst in Wirklichkeit dieses Risiko nicht mal ansatzweise beurteilen ohne die Defektwahrscheinlichkeit zu kennen.
Ob die Wartungsarbeiten wirklich schwerer sind als bei Rohloff? Jeder kann bei Rohloff an jedem Ort der Welt einen Ölwechsel durchführen. Das Öl kann man mitführen oder es sich schicken lassen wenn es gerade günstig ist. (tausend Kilometer hin oder her sind völlig egal)
Bleibt noch die Frage wie wahrscheinlich der Defektfall ist, denn darauf kommt es an, wenn man die Behauptung aufstellt, die Wahrscheinlichkeit wegen eines Schaltungsdefektes abbrechen zu müssen sei deutlich höher. Wenn Defekte ähnlich selten wie bei Rohloff sind, kann man damit sehr wohl Langzeitreisen unternehmen. Ich sehe sogar bei gutem Kundenservice einen Vorteil der Pinion: dort könnte man per Post ein Ersatzgetriebe schicken lassen und das schnell unten anschrauben. Bei Rohloff müsste man erst alles umspeichen oder das komplette Laufrad hin- und herschicken.
Gerade das Beispiel des australischen Outbacks zeigt, wie falsch dein Beispiel ist. Es kommt dort nur auf die Ausfallwahrscheinlichkeit an sich an und die ist bei der exponierten Kettenschaltung höher als bei Rohloff und wohl auch Pinion. Du musst dich nur einmal dumm verschalten, weil die Schaltung z.B. durch Sand nicht mehr sauber arbeitet und kannst dir dadurch das Schaltwerk abreißen und das Laufrad ruinieren oder du bekommst einen Ast ins Schaltwerk oder das Rad fällt blöde aufs Schaltauge etc..
Jetzt versuch mal in
William Creek irgendein Fahrradteil zu organisieren. Lachhaft! Ich bin den Odnadata Track mit meinem Rad beradelt, da gibt es nichts:
In die größeren Städte wie Alice Springs dagegen kannst du dir schnell alles schicken lassen.