Hallo,
dies ist ein interessanter Austausch, auch wenn ich mir einbilde, dass es einen ähnlichen Meinungsaustausch schon mal gab. Aber das ist egal denn offensichtlich ist es weiterhin interessant.
Ich denke die Zusammenreisenden müssen einigermaßen zusammen passen, sonst wird eine Radtour nichts. Zelten oder Hotel? 150km oder 70km am Tag? 12 oder nur 5 Stunden am Tag? Wüste oder Skandinavien?
Wenn der eine davon rast, keine Geduld hat zu warten und sich über die schlechte Kondition des anderen ärgert, dann stimmt von vorne herein schon etwas nicht.
Wenn man das Glück hat, dass man beim radeln (und ansonsten auch) gut zusammen paßt, dann "findet" man sich. Wir waren eben in Kanada: ich bin vorher viel (flach) gefahren, mein Mann war faul. Aber trotzdem wollte auch er per Rad losziehen. Hat sich in den ersten Tagen schwerer getan wie ich, hat aber ordentlich aufgeholt. Da paßt es eben - keiner von uns will Mammuttouren, 30km in den Bergen ist auch mal genug, ein andermal spulen wir die 100 weg.
Fühlt sich einer nicht wohl, dann ist es eben so und es wird langsam getan.
Abwechslung ist wichtig und dass man dem anderen Freiheiten läßt, z.B. sich beim Stadtbummel auch mal trennt. Gilt auch im Alltag - ein Wochenende alleine tut auch einer Partnerschaft gut.
Vielleicht liegt es auch daran, dass wir uns zwar über das Ziel schnell einig sind, aber ich bin alleine der Planer. Manchmal nervt mich das auch aber auf der anderen Seite weiß ich, dass das nicht die Stärke meines Mannes ist bzw. er ist mit dem wohl zufrieden, was ich so zusammenstelle.
Ich kann auch nicht mit jedem Urlaub machen, selbst wenn ich denjenigen seit fast 20 Jahren kenne und wirklich als Freund bezeichne. Aber Urlaub mit ihr das geht da echt nicht. Mit anderen Freunden sind wir erst nach fast 10 Jahren gemeinsam in den Urlaub - das war prima und trotzdem haben wir dort auch unsere eigene Zeit benötigt.
Oh, ich glaube man könnte Stunden weiter schreiben.
Rennrädle