PS.: Ich glaube, ich weiß, auf was Ninjaente damit rauswill: Es geht um die beiden Gelenkachsen bei der Beweglichkeit Hänger vs. Zugfahrzeug.
Im Gegensatz zu einer Kupplung für jeden Zweispurer muß ja das Kupplungssystem für einen Einspurer immer in Gespannlängsachse verdrehfest sein, so legt sich der Hänger mit dem Fahrrad in die Kurve und kippt nicht von alleine nach seiner eigenen (beladungsabängigen) Schwerpunktlage.
Und jetzt stell Dir einen BOB, einen Monoporter oder einen Extrawheel, der stark, extrem z.B. 90° eingeschlagen ist, vor. Dann Stell Dir vor, Du versuchst, das Fahrrad irgendwie seitlich zu neigen - was passiert?
Das Problem liegt darin, daß die Kupplung eigentlich ein Kardangelenk darstellt, aber das ist bei BOB & Co so lang wie von der Zugfahrzeug-Hinterachse (die eine der zwei Drehachsen des Kardangelenks) bis zu der "Knickachse" zwischen Deichsel und Hängerhinterteil.
Das ideale Kardangelenk hat beide Gelenkachsen in einem Punkt kreuzend.
An das Konzept kommt konstruktionsbedingt der Aevon oder der tout-terrain besser ran als BOB, Monoporter und Extrawheel.
Theroretisch ideal wäre das "Kardangelenk" trotzdem an der Hinterachse (wegen Hebel, wegen Fahrrad umwerfen etc.), bzw. bei einem Fully an einem Aufhängepunkt da, wo die Hiinterachse ist, aber am gefederten Rahmen >> konstruktiv fast unmöglich.. . Um beim Hardtail zu bleiben, für die gewohnte Bewegungsfreiheit müßte man dann wie bei den Zweispurern mit Tiefdeichsel eine einseitige, bogenförmige Deichsel bauen. Das Verdrehmoment, wenn Fahrrad und Anhänger sich zusammen in die Kurve neigen müssen, kann eine in dem Fall zwangsläufig nur einseitige Kupplung dann nur sehr ungünstig auf den Hinterbau übertragen (große Platte, die beide linken Hinterbaustreben umfaßt, oder erhebliche "Knick"belastung auf die Hinterachse, wenn's wie zum Ausfallende dazugeklemmt wird.)
Da ist eine Kupplung an einer nicht ganz ultralight gebauten Sattelstütze vermutlich ein tragbarer Kompromiß, und beim Fully dürften sich mögliche Nachteile in den Fahreigenschaften (hoher Ansatzpunkt = großer Hebel, der in Kurven das Rad aus der Kurve schieben könnte) mit dem Vorteil, den Hänger komplett gefedert zu haben, ausgleichen.
lG Matthias