Lieber Joese,
"Wildes Zelten" kenne ich vom Kanuwandern her. Beim Flusswandern ist man oft darauf angewiesen, an seinem Etappenziel sich sein Zeltplätzchen am Ufer selbst zu suchen, da es meist weit und breit keinen Campingplatz gibt. In Europa gibt es Länder, in denen "wildes Zelten" erlaubt ist, z.B. Schweden oder Estland. Bei meinen Fahrradtouren in Estland habe ich dies häufiger praktiziert, ohne Probleme. Abendessen und Frühstück lassen sich genauso zubereiten wie auf einem Campingplatz, vorausgesetzt du hast unterwegs für Essen und Wasser gesorgt. Zwei 1,5l Wasserflaschen reichten immer für Kochen und Trinken aus. Zeltete ich in der Nähe von Häusern, habe ich bei deren Besitzern um Erlaubnis gefragt und mich gewissermaßen "angemeldet" - nie hat man mir das Übernachten auf einer Wiese, am Waldrand oder an einem Feldrain verweigert. Wichtig ist vor allem, dass du am nächsten Tag den Platz so verlässt, als ob du nicht dagewesen wärst. Was das Baden angeht, so gab es für mich viele Gelegenheiten - im Meer oder in einem kleinen Bach (Estland), in einem See (Schweden) oder unter einer Wasserpumpe (Irland). Fakt ist, dass du das Sicherheitsrisiko sehr sorgfältig abwägen solltest und die Möglichkeit, beim Zelten gesehen zu werden, minimierst.
Demain