Hai Jörg,
der Vorteil des Wildzeltens besteht ja vor allem darin, dass man dort übernachten kann, wo man möchte (mit bekannten Einschränkungen). An solchen Stellen findet sich oft kein Restaurant oder Kaffee, weil viele Wildzelter einsame Orte vorziehen. Ich lege übrigens auch viel Wert auf gutes Essen und besuche deshalb höchst selten ein Restaurant (ich finde bezahlbares Restaurantessen meistens nicht besonders gut, schon gar nicht als Vegetarierin), sondern koche lieber selbst. Damit hat sich natürlich die Frage des leichten Gepäcks erledigt. Die Küche macht nämlich den schwersten Teil des Gepäcks aus. Neben allerlei Kochutensilien, Gemüse, Getreide, Gewürzen usw, brauchst Du noch ein wenig Wasser- zum Kochen und für die kleine Wäsche, es sei den ein "Wasseranschluss" (z.B. eine Quelle op.ä. ist in der Nähe). Wenn ich anfange nach einem zeltplatz Ausschau zu halten werden dann schon einmal Wasser gefasst. Es kann dann aber sein, dass das Wasser nochmal 2 Stunden durch die Landschaft gefahren werden muss, was manchmal sehr anstrengend werden kann. Dafür ist aber der Trainingseffekt ganz enorm grins. Eine Flasche Wein oder Bier befindet sich dann auch oft schon im Gepäck.
Beim Abendessen koche ich schonmal einen schwarzen Tee fürs Frühsstück und fülle den in eine Thermoskanne, die bis zum Morgen heiß hält. Dann gibt es nach Zeltabbruch den Tee mit den Resten vom Vortag oder ein paar Keksen oder Müsli (sofern vorhanden) und los gehts. Im nächsten Ort oder auch später gibt es dann einen Kaffee und frische Wecken, Gebäck oder sonstiges (je nach Reiseland und Geldvorräten).
Falls Du auf Balkanländer anspielst. Hier gibt es soviele Möglichkeiten einen guten, sehr preiswerten Kaffee zu trinken, dass das Selbermachen nicht lohnt. Hier ist sogar das Essen oft sehr erfreulich, aber meist kommt gerade dann kein Lokal, wenn man gerne eins hätte... Du kannst aber auch in einem Lokal essen und die dann fragen, ob Du nebenan zelten kannst. das geht sehr oft, aber richtiges Wildzelten ist das für mich nicht.
LG Nat