Entweder ein ironischer Scherz, oder einfach keine Ahnung!
Natürlich bin ich kein Experte für Tiefziehverfahren und die Verarbeitung von thermoplastischen Kunsststoffen, aus denen - wen wunderts - jede Kaffeemaschine gemacht ist. Für die paar Gramm eines LED-Scheinwerfers scheint man aber eine besonders edle Mischung zu verwenden, obwohl sie sich von den Halo-Pendants kaum unterscheiden.
Der Kunststoff unterscheidet sich in der Tat gravierend von dem einer Kaffeemaschine - sollte er zumindest. Eine Kaffeemaschine würde ich aus dem spottbilligen PS machen, einen Scheinwerfer aus PP, PA oder ABS. Damit hast Du eine Verfielfachung der Materialkosten.
Du mußt die Werkzeug- und Entwicklungskosten auf die vorausichtlich verkaufbare Produktmenge umrechnen. Die Entwicklungsspirale bei der Fahrradbeleuchtung dreht sich relativ schnell, das heißt ich würde derzeit mit Produktzyklen von max. 3-4 Jahren rechnen. Spätestens dann wird es neue ausgereifte LED-Systeme geben und Du kannst Deine derzeitige Entwicklung in die Tonne treten.
Bleibt der Reflektor, eine Neuentwicklung, aber die Lösung einer bekannten Aufgabe, wenn man schon Halo-Reflektoren entwickelt hat.
Unfug! Die LED wird senkrecht angebaut, eine Halogenbirne Waagerecht. Das ergibt eine völlig neue Reflektorentwicklung.
Außerdem ist es ganz toll, wenn man das alte Zeugs hernimmt, und mit der veränderung der Technik nicht Schritt hält.
Wer seinen Reflektor nicht für ein neues Produkt nicht neu berechnet bleibt auf dem Stand vor 20 Jahren stehen.
Es ist wie mit allen Produkten, nach der Neueinführung wird versucht, das Maximale vom Markt abzuschöpfen, bis die Konkurrenz genauso weit ist und die Preise sinken. Würde ich als Hersteller auch so machen, alles andere wäre geschäftsschädigend.
Nachdem es in dem Markt aber Konkurrenz gibt. Der Schmidt ist dem Inoled von der Helligkeit vergleichbar, bis auf die niedrigen Geschwindigkeiten - die stehen also schon in deutlicher Konkurrenz zueinander.
Und dann bitte nicht Äpfel mit Birnen vergleichen - vergleichbare "Birnen" Scheinwerfer kosten 25-40 € - ganz so billig sind diese Teile mit längst abgeschriebenem Werkzeug nun auch wieder nicht.