Zusätzlich zu der (an sich schon abenteuerlichen) Annahme der doppelten Prüfstandleistung wird selbige auch noch sehr hoch angesetzt. Also ich bin nur sehr selten mit 200W unterwegs.
Hallo Dirk,
Bei geringerer Leistung sind die Verluste (auch bei der Kettenschaltung) zwar prozentual höher, aber absolut gesehen natürlich geringer. Doch beim langsamen Radeln stören sie kaum. Eher schon beim Keuchen am Berg, wo 200 W und darüber fällig werden. Das Schönrechnen, das Du B. R. vorwirfst, ist ein Tribut an Leute, die ihre Entscheidung wegen ein oder zwei Prozentpunkten zugunsten der einen oder anderen Schaltungsart fällen. Laß die Speedhub durchschnittlich wirklich zwei Prozentpunkte schlechter abschneiden als eine gut gepflegte Kette, doch das ist nicht entscheidungsrelevant, weil es außerhalb von Preisrennen nicht auffällt.
Weiterhin wählt er teilweise ungünstige Ritzelkombinationen für die Kettenschaltung, z.B. 36:11, wer fährt freiwillig mit soviel Schräglauf?
Habe ich schon beobachtet. Und wenn ich mir zehn Biker rauspicke, die mir meist mit ihren nach Fett schreienden und verschlissenen Ketten morgens auf dem Weg zur Arbeit entgegengurken, dann könnten wenigstens acht von denen mit dem R-Gerät von einem besseren Wirkungsgrad profitieren. Dasselbe gilt aber auch für den Reifendruck, die richtige Satteleinstellung und Lenkerhöhe. Doch keinen scheint es zu stören. Und wenn sie gegen den Wind marginal langsamer unterwegs sind, machen sie die paar Watt Verlustleistung wieder wett.
Nebenbeibemerkt, kann mir einer von den Rohloff-Begeisterten mal erklären, warum die Nabe im Leerlauf schlechter dreht als eine Sachs-7-Gang?
Das Teil ist eben aufwendiger gedichtet. Ich kann mich Herrn Rohloffs Meinung nur anschließen, daß die Wirkungsgradbetrachtung nicht zu sehr auf das Getriebe fixiert werden sollte, wo doch ganz andere Dinge noch entscheidender den Gesamtwirkungsgrad verschlechtern.
Viele Grüße aus St. Bernhard's City
Franconio