Hallo!
Normalerweise wechselt man die Kette vor den Ritzeln. Dann halten diese in der Regel sehr lange. Da der Kettenverschleiß stark von den Einsatzbedingungen abhängt, ist die regelmäßige Prüfung mit einer Kettenlehre sinnvoll.
Ich habe eine von Rohloff, kostet ca. 15 Euro, bei e-bay vielleicht auch billiger.
Die Kette "längt" sich durch den Verschleiß im Kettengelenk. Das kannst Du Dir so vorstellen: Beim Treten wird die Kette stark gezogen, so daß es eine hohe Flächenpressung zwischen der Rolle und dem Bolzen im Kettenglied gibt. Durch Abnutzung ändert sich dann allmählich der Abstand von Rollenmitte zu Rollenmitte (d.h. die Kettenteileung ändert sich), die Kette wird etwas länger. Damit trifft die Rolle dann nicht mehr genau am vorgesehenen Punkt auf die Ritzelflanke und beginnt am Ritzel zu "knabbern".
Bei Alu-Ritzeln gilt als Verschleißgrenze 0,075 mm, bei Stahlritzeln 0,1 mm für die Erhöhung des Spiels im Kettenglied. Das ist recht wenig, aber mit der Kettenlehre ganz einfach nachzumessen.
Um den Verschleiß im Kettenglied zu reduzieren, ist es sinnvoll die Kette vernünftig - und regelmäßig - zu schmieren. Achte beim Schmieren darauf, daß auch Schmierstoff zwischen Rolle und Kettenglied gelangt (Schmierstoff mit guten Kriecheigenschaften nutzen). Ich verwende ein Spray von Atlantic (Fettenkett mit Teflon). Das Teflon soll den Verschleißschutz erhöhen.
Ich schmiere die Kette etwa alle 250 km.
Nach jeder Schlechtwettefahrt wäre es sicher auch empfehlenswert, aber das vergesse ich auch schon mal...
Wenn die Kette bei Dir schon springt, dann kannst Du normalerweise die Ritzel vergessen. Um den Austausch kommst Du m.E. nicht herum.
Mit guter Pflege und rechtzeitigem Kettenwechsel bleiben Dir zukünftig die Ritzel wesentlich länger erhalten.
Gruß
Stephan