Da gibt es solche und solche Schafe. Mir ist schon oft beim Bezahlen gesagt worden, das nächstemal buchen sie doch besser direkt bei uns, das lohnt sich für uns beide. Wenn es um "heute abend" geht, kann man ja bei booking sehen, wie die Preise liegen und damit dann bei der Rezeption vorstellig werden und mit einer Tüte Chips und einem Radler in den Verhandlungsmodus eintreten.
Das könnte der Gastgeber auch wieder als "ausgeliefert" interpretieren, der geschundene Radler zahlt alles, nur um ein Bett zu bekommen. Am Ende hängt es auch generell vom Verhandlungswillen ab, der ist nicht immer vorhanden. (Ohne Hotelportalvergleiche, noch nie genutzt) habe ich bisher eher nur bedingt Verhandlungserfolge gehabt, zuweilen wurde jeder Verhandlungswillen abgelehnt. Ich bin dann aber auch tatsächlich meist gegangen, weil ich noch bessere Optionen sah und auch fand. Bei meiner letzten Hotelübernachtung in der Schweiz vor 2 Jahren war der Preis im Web (eigene Hotelseite) unter dem nachgefragten Preis. Ich hatte aber trotzdem keine Verhandlungsmacht, weil der Betreiber nicht mit dem Wirt identisch war, und letzterer den Preis selbst per Telefon nachfragen musste. Es ging auch allenfalls um 3-4 Franken und ich war eh etwas fertig.
Die Option "Bahnhof" ist für mich sehr oft eine kleine Kapitulation, die ich gerne vermeide. Schon viel zu oft geschehen.
Das setzt ja auch eine gewisse Reichweite vom Bahnhof und eine spontan mögliche Regionalfahrt voraus. Irgendwo in der Meseta würde das ja keinen Sinn ergeben. Umgekehrt musste ich auch schon mal nach einer Wochenendtour zusätzlich So/Mo im Hotel übernachten, weil der letzte Zug weg war. Der erste Morgenzug reichte seinerzeit auch noch, um das Büro pünktlich zu erreichen.