Ja, jeder will etwas "sein", keiner will mehr etwas "können". Da wundert mich nicht, daß das Bild der Wissenschaft einen jämmerlichen Touch bekommt: Wenn ich eine konkrete Frage habe und jemand mir stundenlang erklären will, warum er das nicht beantwortet, dann fühle ich mich mit Recht "verscheißert".
Eine ausufernde Betriebsamkeit, die sich von den wesentlichen Dingen weit entfernt hat, führt dazu, daß man sie nicht mehr ernst nimmt.
Da hat z.B. die Politik in Deutschland einen ganz großen Rucksack. Aber auch ein gänzlich unpolitischer Bürger ist mittlerweile mit dem Computer groß geworden: Da sei gesagt, wenn ich 10 Schrauben bestelle, weil ich nicht mehr einfach in einen Laden gehen und mir die Schrauben dort kaufen kann, muß ich durchschnittlich 10 sinnlose E-Mails kontrollieren ("Es könnte ja etwas Wichtiges drin stehen") und diese löschen. Alles Zeit für überfüssiges Zeug, das ich mir freiwillig niemals antun würde. Wer keine Bodenhaftung mehr hat und nicht mehr zu Kritik (Auch bzgl. der eigenen Person !) fähig ist, wird sich in einem Meer aus zweifelhaften Zwängen wiederfinden, aus dem es kein Entrinnen gibt. Da mag noch so viel über Künstliche Intelligenz geredet werden, die gibt es im eigentlichen Sinne gar nicht. Wohl gibt es übergroßé Datenbanken mit Entscheidungs-Algorithmen, die hilfreich sein können. Die endgültige Entscheidung muß immer der Mensch machen und die kann ihm Keiner abnehmen, egal, was man ihm von außen auch vorgaukeln mag.
Ich habe etwas über den Chainglider aus meinem Erfahrungsschatz beigetragen, was für den TE interessant sein könnte. Was der daraus macht, ist letzlich seine Sache. Ich weiß, daß man aus der Erfahrung anderer, sei sie positiv oder negativ, viel lernen kann und vor Allem Zeit spart.
MfG EmilEmil