Laufräder mit 622 [mm] Felgen-Durchmesser haben gegenüber Laufrädern mit 559-er Felgen (Britischer Dödel-Ausdruck: 26 "!) nur einen Vorteil im Rollwiderstand, wenn man Hindernisse überollen muß (Sonst gleiche(r) Reifen und Luftdruck vorausgesetzt).
Bei einer glatten Fahrbahn ist der theoretische Vorteil, den ein größerer Reifen-Durchmesser eigentlich hat, so gering (Liegt innerhalb der Reifen-Fertigungs-Toleranzen !), daß es in der Realität Reifen mit dem kleineren Durchmesser (bei vergleichbarer Fertigung und Breite) mit weniger Rollwiderstand gibt. Vgl. meine angefügte Grafik.
Bei Stop-und-Go-Betrieb (Stichwort Stadtverkehr !) sind die kleineren Reifen wegen der geringeren Masse (doppelt wirkend wegen der gleichzeitigen Translations- bzw. Rotations-Beschleunigung !) klar im Vorteil. Dies Argument wurde bisher noch nicht gezogen !
Angesichts der schlechten Radwege in Deutschland (Wurzelaufbrüche, Schlaglöcher, Kreuzungs-Absenkungen usw.), dem einige Radler mit breiteren Reifen begegnen, macht sich das Mehrgewicht bei kleineren Reifendurchmessern dazu weniger stark bemerkbar.
Anschließend meine Auswertung gemessener Werte (Uni Oldenburg) mit Bezug auf den (nominellen) Reifen-Radius, also ohne Abplattung !
https://fstatic1.mtb-news.de/f/5t/8k/5t8kqx4vayol/medium_RollReibRad2.JPG?0Da muß jeder Radler seine eigene Optimierung suchen und finden. Und dem Marketing-Geblubber der Hersteller (In Deutschland besonders der Pseudo-Hersteller !) gegenüber sollte der Radler eine kritische Haltung einnehmen.
MfG EmilEmil