Ich glaube kaum, dass Radprofis, für die tägliches Radfahren das Mittel des Broterwerbes ist, mit einem Reiseradler zu vergleichen sind, der keinen Leistungszwängen unterliegt, keine Windkanten fahren muss, keine Ausreißer einholen muss und keine Zielsprints anziehen muss.
Ich hab schon viele Berichte von Leuten gelesen, die faktisch ohne Training auf Weltreise mit dem Rad aufgebrochen sind. Am ersten Tag sind die 30km gefahren, am zweiten 45, dann 60 und mittlerweile machen die im Mittel so um die 100km. Das mal so exemplarisch. Wer fitter startet, schafft am Anfang vielleicht schon die täglichen 100km. Aber ich hab noch nie davon gelesen, dass jemand über eine vielwöchige Tour hintenraus dauerhaft immer kürzere Etappen gefahren wäre. Das ist nur denkbar, wenn man sich die ersten Tage übernimmt und sagen wir mal die ersten Tage jeweils 150km fährt. Das mag für diese Person dann dauerhaft zu viel sein und sie muss dann irgendwann das Pensum runter schrauben. Die Zahlen sind natürlich exemplarisch und individuell sehr verschieden - soll nur den Effekt verdeutlichen.