Ich denke, dass es ein großer Unterschied ist, ob man einen Brevet fährt oder ob man eine Reise tut. Ich habe auf Radreisen schon oft einen Grill mitgeschleppt und die dazugehörige Holzkohle. Die Steaks bekommt man unterwegs, ebenso den Schnapps, den es nach dem fettigen Essen braucht. Hunger macht ja böse und schlechte Laune passt nicht zur Radreise. Mit so viel "Ballast" reicht es halt nach 100km. Aber schön ist es, die Fresserei bzw. Sauferei vor den sogenannten "richtigen Radfahrern" zu zelebrieren.
Was ich damit sagen will, man muss auf einer Radreise nicht immer alles richtig machen. Zuweilen ist richtiger Unfug sogar richtig schön. Was des einen Freud ist, kann des anderen Leid sein. Rekorde brechen, passt aus meiner Sicht nicht zur "Radreise". Das mancher das anders sieht, begreift man im Verlauf dieses Fadens. Wenn man sich über Titan- statt Stahlschrauben unterhält oder das Felgenband wiegt, dann muss ich halt feixen. Aber wenn es gefällt, dann sollte man es auch erlauben. Und wenn die Definition einer Radreise variiert, dann lässt sich das eigentlich relativ schnell begreifen.