Guck Dir mal die Kettenblätter nach längerer Laufzeit an. In den Totpunkten sehen die Zähne fast neu, doch neunzig Grad versetzt ziemlich angefressen aus. Das wäre auch dann nicht durch »runden Tritt« zu vermeiden, wenn der keine Legende wäre. Physiologisch und biomechanisch bedingt bringt man beim Radfahren einfach in 90°-Stellung die meiste Kraft auf die Kurbeln. Da ist Weiterrücken schon deutlich cleverer als Wechseln. Letzteres hilft vor allem den Herstellern. Weiterrücken geht allerdings bei Vierarmsternen gut, die Fünfarmsternkurbeln eignen sich weniger. Ich habe die letzte schon vor acht Jahren ausgemustert, mal vom Liegerad abgesehen, das allerdings sowieso mehr ein Versuchsfahrzeug war, inzwischen jedoch nicht mehr ist. Halbwegs symmetrische Kettenblätter drehe ich auch, um die Rückflanken der Zähne ebenfalls zu nutzen. Das funktioniert allerdings nicht bei den blechgeprägten Blättern, die mir insbesondere von Shimano untergekommen sind.
Das übrigens mit Umwerfer, den habe ich beim R-Einbau eingebaut gelassen. Hat sich auf langen Bergstrecken schon sehr bewährt.