Nachts beim Camping findet sich eigentlich immer ein Platz zum Wäscheleine aufhängen. Nur trocken sind die Sachen dann am nächsten Morgen längst nicht immer.
Nasse Wäsche kommt niemals in die Taschen. Zumindest nicht für lang, schon angetrocknete Wäsche kann man schon mal kurzzeitig vor einem Wolkenbruch in Sicherheit bringen. Aber gewaschene Wäsche oder das Duschhandtuch kommen außen an die Taschen. Nass in den Taschen transportiert bilden sich da Duftnoten die direkt ein erneutes Waschen erforderlich machen. Beim Duschhandtuch aus Micorfaser spielt es überhaupt keine Geige ob das Ding trocken und sauber oder Straßenstaubdreckig und regennass am nächsten Duschort ankommt - der unglaubliche Vorteil von Microfaserduschhandtüchern.
Also Nasse Sachen bleiben solang an der Luft bis sie trocken sind. Ich vermeide, dass alle Sachen Nass werden. Einen in Plastiktüte eingepackten Satz behalte ich mir immer vor. Der kommt dann raus wenn gar nicht mehr anders geht, dann aber auch nur wenn sicher ist, dass der Satz nicht auch noch Nass wird, also nicht im Regen auf dem Rad. Sondern im Cafe, im Zelt oder so.
Das Zelt ist eigentlich sehr oft Nass und kann auch Nass eingepackt werden (nicht gerade zusammen mit Sachen die nicht Nass werden dürfen). Wenn die Möglichkeit besteht hole ich das Zelt gerne in einer Mittagspause raus und hänge oder stelle es schnell mal in die Sonne oder in den Wind. Das reicht normalerweise. Wenn es keine Möglichkeit gibt dann ist es halt Nass... das lässt sich nicht ändern, aber damit kann man auch leben.
@konrad: arangieren, mehr geht nicht. Sind alle Sachen nass, kann man wählen. Solange im Zelt bleiben bis Regen aufhört und Sachen trocken werden. Nasse Sachen anziehen und weiterradeln oder versuchen einen Trockner zu finden (oder einen Trockenen Raum - wie z.B. eine Pension). Nasse Sachen trocken zaubern geht noch nicht.