Mir geht es darum, dass ich es für einen Irrglauben halte, dass es eine und nur eine auf Bruchteile von Millimetern genaue optimale Einstellung gibt und dass es deshalb verschwendete Lebenszeit ist zu versuchen, diese zu finden. D.h. ich zweifle nicht am Unterschied (natürlich ist es anders), sondern an seiner praktischen Relevanz (anders heißt nicht automatisch besser oder schlechter).
Das hat mit Cleats nichts zu tun, sondern mit dem Aufbau der Sohle. Die meisten Schuhe mit Ausnahme von ausgesprochenen Rennradschuhen, die nicht zum Gehen gedacht sind haben eine dämpfende Einlage und die kann man auf die Dauer ganz gewaltig zusammendrücken.
Martina
Ich gebe Dir prinzipiell in beiden Teilen der Aussage Recht, wenn man eher im touristischen Sightseeing-Tempo unterwegs ist. Und wenn häufige Besichtigungs-, Fotografier- und Vesperpausen einlegt werden, kommt man selten an den Punkt, an dem sich Fehljustierungen am Rad gesundheitlich bemerkbar machen. Zumal man sich in den Pausen ja auch wieder "ins Lot" bringen kann. Da kommt es tatsächlich nicht auf die "milimetergenaue" Ausrichtung verschiedener Anbauteile an.
Wenn Du aber (insbesondere mehrere Tage hintereinander) mit sportlichem Anspruch als Kilometerfresser mit ordentlich Druck am Pedal unterwegs bist (Pausen nur, wenn körperliche Bedürfnisse nicht weiter aufschiebbar sind

), sehen die Belastungen von Muskeln, Sehnen, Bändern und Gelenken schon etwas anders aus. Dann sind z. B. auch minimalst zu weit vorn / hinten montierte Pedalcleats ein Problem, weil der Fuß dann nicht biomechanisch optimal auf dem Pedal steht. Gleiches gilt für die Sohlendicke / Abstand des Fußes von der Pedalachse. Daher haben die meisten sport- und leitungsorientierten Fahrer Klickpedale am Rad und dafür passende Schuhen am Fuß, und nicht Wanderschuhe mit Klickmöglichkeit.
Neben den Möglichkeiten "fast richtig" und "genau falsch" gibt es eben auch noch die Möglichkeit "genau richtig". Welche davon man für sich als ausreichend ansieht, bleibt jedem selbst überlassen.
Übrigens:
Das Ausüben eines Hobbies und die Beschäftigung mit den damit zusammenhängenden Prozessen, der Technik und den möglichen Optimierungspotenzialen, halte ich jetzt nicht so pauschal für verschwendete Lebenszeit.
Auch bei Dir wird jemand seine kostbare Lebenszeit dafür verschwenden, Dein Material in einem von Dir als optimal empfundenen Zustand zu halten.
Matthias