Beim Übernachten bleibe ich flexibel. Muss ich auch, weil ich eher auf Campen stehe und meine Freundin auf Pensionen.
Ich vermeide
Hotels - das kann ich mir einfach meistens nicht leisten. Auf
Jugendherbergen steh ich auch nicht. Da habe ich schon mehrfach derbe Ausrutscher erlebt. Ganz toll war die superkontrollierende Herbergsmutter in Lörrach: "Sind sie verheiratet? Das muss ich wissen, weil wir Zimmer bevorzugt an Paare vergeben (die JH war LEER). Nein, zu Essen gibt es jetzt nichts mehr, und bringen lassen dürfen Sie sich auch nichts, fahren Sie doch einfach nochmal den Berg runter in den Ort (etliche Kilometer, steil, nachdem wir erzählt hatten, dass wir grade 100 km Gegenwind hinter uns hatten). Und für das Geld, für dass ich fleckigen Matratzen im Stockwerkbett bekommen habe, hätte ich fast immer eine nette, plüschige Pension bekommen.
Pensionen bevorzuge ich bei schlechtem Wetter, wenn es keinen vernünftigen Campingplatz gibt oder einfach, wenn ich mal wieder in einem Bett liegen möchte. In der Nebensaison habe ich auch schon oft sehr günstig eine kleine
Ferienwohnung/appartement bekommen .
Gute Erfahrungen habe ich gemacht, wenn ich
Anwohner nach einer Zeltmöglichkeit gefragt habe. Da bin ich schon mehrfach zum Übernachten im Garten, auf der Wiese oder in der Scheune eingeladen worden. Mit Kuhstallbesichtigung.
Campingplätze sind meistens auch ganz o.K., der Mensch braucht ja auch mal eine Dusche, aber häufig ist es mir dort einfach zu laut.
Am liebsten übernacht ich
im Freien - aber nur, wenn ich das garantiert ungestört tun kann. Im Wald fühle ich mich einfach wohl. Allerdings achte ich sehr darauf, keinerlei Schaden anzurichten. Naturschutzgebiete sind auch Tabu.
Ach ja, ganz toll finde ich auch
Dachgeber. Das ist meistens so spannend, dass ich viel zu spät in den Schlafsack komme - und leider haben wir bisher nur ein Mal Gegenbesuch bekommen ...