Zitat:
Es wird allgemein empfohlen, nicht nur die gebrochene Speiche wechseln, sondern auch die benachbarten. Dies vorsorglich, da bei diesen der Verdacht besteht, dass sie nach dem Bruch überlastet wurden und die Wahrscheinlichkeit unangenehm groß ist, dass sie sich beizeiten verabschieden.
Und nachdem der Mehraufwand, 5 (oder waren es 7?) Speichen in einem Durchgang zu wechseln, gering ist gegenüber dem Ärger von mehrfachen einzeln aufeinander folgenden Speichenbrüchen würde ich es machen.

Davor kann ich nur schwer abraten. Unter Feldbedingungen ist der Radstern kaum wieder sinnvoll hinzubekommen. Wichtig ist, nach dem Riss nicht mehr großartig weiterzufahren, sondern die Speiche so schnell wie möglich zu ersetzen. Wenn das Laufrad vorher rundgelaufen ist, dann verändere zumindest ich die anderen Speichen nicht. Gleich ein Bündel Speichen zu wechseln bedeutet im Übrigen einen gewaltigen Mehraufwand. Er entspricht dem Neuaufbau des Laufrades, nur eben ohne Werkstatt und fallweise mitten im Wald. Außerdem ist es ein reiner Schrotschuss. Ich kennzeichne gerissene Speichen, und auch, wenn wenig später wieder eine reißt, dann ist es eigentlich nie eine der unmittelbar benachbarten. Sollten sich Speichenrisse häufen, dann ist ein Neuaufbau zwar sehr sinnvoll, aber nicht unter Feldbedingungen. Der wird in aller Regel nichts halbes und nichts Ganzes.

@lezzet, Du hättest auch mal was über die Bremse sagen können. Bei einer linken Kopfinnenspeiche ist es in aller Regel nötig, die fallweise vorhandene Bremsscheibe zumindest zu lösen. Mit einer geschickten Einstellung von Drehmomentabstützung und Schaltansteuerung geht das eventuell ohne Abbau der Achsplatte.

Falk, SchwLAbt