Moin Heinz,

über Vor- und Nachteile der beiden Fahrradbauformen Liege- und Diamantrad brauchen wir uns ja nicht mehr auszutauschen, da befindet sich -was Alltagstauglichkeit und Universalität betrifft- das Diamantrad eindeutig an vorderster Stelle.

Was das aktuelle Beitragsthema -Beschwerden bei falscher Sitzposition- betrifft, so muß man da schon ein wenig differenzieren.
Z.B. dahingehend, daß man auf Liegerädern nur eine vorgegebene Position, auf ein und demselben Diamantrad aber die verschiedensten Sitzstellungen einnehmen kann. Abhängig von Vorbauhöhe, Lenkerart, Sattelstellung usw.

Allerdings erwächst aus dieser Vielfältigkeit der Sitzpositionen und Einstellmöglichkeiten gleichzeitig das Malheur, die für jeden Radler und für jeden Einsatzzweck -Rennrad, Reiseradeln ...- optimal beste, ermüdungsfreie Position zu finden.

Meines Erachtens liegt hier ein großes Versäumnis seitens der Fahrrad-, Komponentenhersteller sowie der Fahrradläden vor, welche den Käufer in puncto Anpassung des Rades an seine individuellen körperlichen Maße nur unzureichend unterstützen. (So zumindest meine bisherigen, eigenen Erfahrungen.)

Daraus resultiet wiederum das "Einzelkämpferschicksal" eines jeden Fahrradkäufers, der ja bei jedem Kauf sein persönliches, an seine Maße angepaßtes Rad wieder neu erfinden muß.

Da dies jedoch kein unabwendbares Schicksal beim Kauf eines Diamantrades darstellt, ist die Hinwendung zum Liegerad aus diesem Grund für mich nicht nachvollziehbar.
Ich selbst bin dieses Jahr schließlich schon über 10.000 Kilometer Fahrrad, ohne jegliche gesundheitliche Beschwerden dabei erlitten zu haben, gefahren.
Ganz im Gegenteil! Ich fühle mich wohler und gesünder als vorher.

Trotzdem habe ich natürlich Verständnis für diejenigen Radler, die sich -aus welchen Gründen auch immer- zum Liegeradkauf entscheiden, auch wenn sie dann die Welt aus einem eingeschränkten Blickwinkel heraus betrachten müssen.