Meine Rahmenhöhe: 60 cm. Rahmen erhalten als Garantieersatz vor ca. 1 Jahr. Rahmenflattern hatte ich schon beim Delite black ohne Stabilisator bemerkt. Das verschwand auf ein fahrbares Minimum durch Versetzen der Packtaschen nach vorn. Am Intercontinental mit den wirksamen und sauber konstruierten Stabilisatoren hätte ich keine Schwingungen erwartet. Tritt aber wiederholbar bis zur Unfahrbarkeit auf bei 145 kg Systemlast, Asphaltstraße (kein Gelände, da diese die Schwingungen überlagern und auslöschen), ab Tempo 25, 2 x 10 kg in den Hecktaschen in der unteren Aufhängung, dazu 2xLowridertasche und Lenkertasche.
Die Lager funktionieren natürlich noch, aber - um beim Thema zu bleiben - es gibt besseres als ein Standard-Industrielager. Siehe Cannondale mit keramikbeschichteten Kugellagern oder noch besser Juchem mit Nadellagern.
Es ist übrigens nicht sinnvoll, die Lager zu drehen, da viel zu aufwändig. Dann kann man gleich neue montieren lassen. Wohl aber sollte man nach gelegentlichen Ausbau des Dämpfers die Schwinge mehrmals kräftig bis zum Anschlag bewegen - in der Hoffnung auf Neuverteilung von Kugeln und Fett im Lager.
Pflege und Verschmutzung ist am Intercontinental deutlich besser als am alten Delite. Das hintere Schutzblech kann wieder Schmutz abhalten, da eng am Reifen montiert. Der Dämpfer ist perfekt geschützt und überdacht. Die matte Pulverbeschichtung (anthrazitschwarz) bewährt sich. Leider ist mir jüngst das hintere Schutzblech gebrochen, weil der Abschnitt an der Schwinge ja fest verschraubt ist, der Rest vom Schutzblech dagegen schwingt. Bruch am Übergang der beiden Zonen ist auf Dauer unvermeidlich. Dabei verwende ich schon die besseren Chromoplastics mit dickeren Streben, nicht diese Billigteile aus der gleichen SKS-Kollektion, die r & m leider serienmäßig verbaut.
Gewichtsangaben zum Rahmen und den Rahmenhersteller hält r & m leider geheim. Laut Internetseite von
Schefzyk/Guylaine arbeitete man dort für r & m.
Die Komplettradgewichte beziehen sich nach meiner Kenntnis auf eine mittlere Rahmenhöhe.
Zugverlegung: Funktioniert ab Werk eigentlich nur noch mit Hydraulikbremse und Nabenschaltung. Standard-Züge für Kettenschaltung ganz schlecht verlegbar. Wie beim alten Delite hat der Schaltzug unter dem Tretlager keinen Halt und scheuert am Tretlager. Nötig sind dort zwei feste Anschläge, die dazwischen einen definierten Bogen für das Einfedern stehen lassen. Da ich keine Lust auf weitere Standardantworten von r & m hatte, habe ich beim Neuaufbau alles geändert: Rahmenanschläge von
Jagwire gekauft bei
Fahrradsaturn , Züge von Nokon. Viel Mühe und Geld, aber ausgezeichnete Funktion. Mit Nokon friert mir die Hinterradbremse nicht mehr ein (an der Stelle mit dem nach unten hängenden Bogen sammelt sich bei anderen Zügen Kondenswasser und gefriert).
Der Hinterradausbau mit V-Brake ist r & m-typisch schwierig. Es ginge nicht anders. Das Problem entstünde, weil die Bremssockel nicht zur Hinterradachse ausgerichtet stehen können und daher schräg ausklappen. Somit stossen die Bremsklötze an den Reifen. Es hilft leider nur, jedesmal die Luft abzulassen. Auch beim Ausbau.
Flaschenmontage: Sehr unbefriedigend. Die gelieferten Standardhalter der Kompletträder kann ich nicht gebrauchen. Bei mir: unten hängend 1,5 l-Blackburn-Wasserflaschenhalter (nicht mehr lieferbar). Der 1,5 l-Minourahalter hat leider 5 mm zuwenig Platz neben dem 3fach-Kettenblatt. Könnte aber je nach Tretlagerbreite bei Dir eventuell passen. Oben zwei Sigg-Flaschen 0,5+0,8 l die knapp ins Rahmendreieck passen, wenn die Halter exakt positioniert werden können. Suche noch nach besseren Haltern (2x Elite verbaut).