mir schon klar, dass nass nicht trocken wird. aber austausch mit umliegender luft findet statt, weshalb restfeuchte eher entweichen kann als in einem fast komplett geschlossenen system.
Das halte ich für ein Märchen. Bevor die Sachen signifikant Restfeuchte verloren hätten, wären sie an Schimmelpilz eingegangen. Oder gibt es andersweitige
Erfahrungen? Nach meinem physikalischen Verständnis müsste, um eine Dampfdurchlässigkeit wie bei den Membranen zu erreichen, ein Temperaturgefälle von innen nach außen bestehen. Im Allgemeinen ist es aber draußen wärmer als in der Tasche.
Auch ich bin froh, dass ich nicht mehr Karrimors aus Nylon und Carradices aus Baumwolle (die färben bei Nässe gar fürchterlich) ans Rad hängen muss, in denen die Gegenstände in raschelnden Plastetüten (immer sehr peinlich beim nächtlichem Suchen in Jugendherbergsschlafsälen) verstaut werden mussten.
Wer aber gerne grellbunte Verhüterlis über seine undichten Taschen stülpt und abends stilecht wie John Wayne mit dem Sattel über der Schulter mit seinen unförmigen Dreifachtaschen die Hoteltreppe hochwankt, soll solche typischen Donauradweg-Modelle nutzen. Solche Modelle Karakorum zu nennen ist so passend wie ein Treckingrad Apocalypse zu taufen (so schlecht war das nämlich gar nicht). Sogar Ortlieb hat ja mittlerweile eine wasserdichte Donau-Variante im Programm.