Im Laden beraten lassen, gucken, anfassen und dann im Netz kaufen (wo in all sowas nicht investiert wird ...) ist im Grunde das selbe wie Musik aus dem Netz saugen. Oder Schwarzfahren, weil der Bus ja sowieso fährt. Ich nenne das Beratungsdiebstahl. Und da kann ich Dir lustige Geschichten erzählen.
Vielleicht sollte sich der Einzelhändler hin und wieder mal über das hiesige Rechts- und Wirtschaftssystem informieren oder einfach mal seine Einstellung zum potenziellen Kunden und zu seiner beruflichen Tätigkeit überdenken.
Eine Hausfrau, die gezielt nur die Lockangebote der Supermärkte kauft, so dass das Kalkül des Händlers bei dieser nicht aufgeht, der solche Angebote nur macht, damit die Kunden, schon mal im Laden, auch das überteuerte Zeug kaufen, ist was in deinen Augen? Eine Diebin?
Ich habe auch schon einmal einen Fahrradhändler als Aussteller missbraucht. Aber 50 Euro Preisunterschied im Vergleich zum Online-Handel für einen Fahrradhelm, müssen erst einmal verdient werden. Ich habe auf den Vorteil verzichtet, die Sache gleich mitnehmen zu können und mich schnell davon geschlichen, damit der Händler mich nicht mit seinem Rechtsanwalt bedrohen oder mich als Betrüger beschimpfen und beleidigen kann.
Der Konsument, der sich vor einer größeren Anschaffung erst einmal informieren möchte und diverse Kaufargumente vergleicht, handelt absolut vernünftig. Der Einzelhändler versucht bei seinem Einkauf ja auch bestens einzukaufen.
Im Übrigen sind beim Straßenhändler besonders Kleidung und Kleinteile viel zu teuer, deshalb, weil für solche Sachen der Kunde praktischerweise lieber noch vor Ort kauft, was zeigt, dass Preise eben nicht durch eine interne Kostenrechnung des Einzelhändlers entstehen (die dem Kunden auch gar nicht offenbart wird), sondern in einer Marktwirtschaft immer noch einfach durch Angebot und Nachfrage.
Wenn die Anbieterseite dieses Spiel der Marktkräfte für sich manipulieren will, durch z. B. Verunglimpfung des selbstbewussten Kundens, Ausstreuung von Fehlinformationen, oder der Einstellung, zum Kulturerbe zu gehören, oder mit Schüren von Ängsten, der Behauptung, dass alle wirtschaftlich vom Einzelhändler abhängig seien, kann sie das ja versuchen, ich als Käufer muss mich nicht manipulieren lassen, das ist mein Recht.
MfG