Moin,
Es gibt übrigens einen eher theoretischen Ansatz, der zeigt, daß bei gleichmäßiger Fahrt, dasjenige Rad einen kleinen Vorteil hat, das einen größeren Anteil seiner Masse in den äußeren Laufrädern hat.
Das ist doch nun kein Geheimnis. Der Falk hat's schon geschrieben:
Die Massenträgheit verbessert auch das Auslaufverhalten... Das gilt natuerlich auch fuer die Rotationstraegheit...
Nein, Falk hat eigentlich nur richtigerweise darauf hingewiesen, daß die in der Massenträgheit steckende Energie oft nicht verloren ist.
Ich meine einen anderen Effekt, der hat mit der Tatsache, die theodor erwähnte zu tun, daß der unrunde Tritt zu einer ungleichmäßigen Geschwindigkeit führt.
Wenn man gleichmäßiges Tempo fährt,so wird man unmerklich bei jeder vollen Pedalumdrehung zweimal etwas schneller und wieder langsamer. Der Gleichstand der bremsenden und antreibenden Kräfte, der zu gleichbleibender Geschwindigkeit führt, ist nur scheinbar vorhanden. Die bremsenden Kräfte, Luft- und Rollwiderstand, sind stetig, die antreibende Kraft ist an- und abschwellend. Daraus resultiert eine auf- und abschwingende Geschwindigkeit.
Je träger nun das System, desto kleiner die Auslenkung dieser Schwingung. Und je kleiner die Geschwindigkeitsänderung ist, desto geringer ist insgesamt der resultierende Luftwiderstand, da er nicht linear mit der Geschwindikeit wächst.
Somit ist in diesem Falle das trägere System das schnellere.
In der Praxis ist das unbedeutend, da die Effekte sehr gering sind. Ich hatte es ja oben schon gesagt, eher theoretisch, das alles. Aber manchen interessiert ja auch sowas.
Rainer