Dem kann ich mich eigentlich nur anschliessen: Es ist allemal besser, vor so einer 'menschlichen Blockade' auf Schrittempo runter zu bremsen, bis sich eine ausreichend grosse Durchfahrt bietet, als zu klingeln und hoffen, dass sie einem nicht vor's Rad springen.
Ist man dagegen weiter weg und klingelt, dann bleibt die Gruppe der Spaziergänger oft erst mal stehen, verteilt sich grossflächig über den gesamten Weg, und dreht sich um - um zu sehen, ob da wirklich etwas gewesen ist. Inzwischen bin ich dann aber auch schon heran, und muss komplett abbremsen. Ein Phänomen, das zwar unangenehm, aber kalkulierbar ist.
Klingel ich nicht, sondern suche mir einen Weg, verhalten sie sich wenigstens kalkulierbar.
Mir fällt dazu immer das Bild mit Hühnern auf der Strasse in ländlichen Gegenden ein - die rennen auch erst 5 mal in die eine und zurück in die andere Richtung, bis sie sich dann endlich entschieden haben, in welche Richtung sie flüchten.
Unschön, aber wie gesagt: so ist es halt, und ich würde niemanden deswegen hassen oder so. That's Live.
Was ich hingegen aber auch überhaupt nicht leiden kann, das ist, wenn mir als Einzelfahrer eine Menschenmenge entgegen kommt, sei es auf dem Fahrrad, zu Fuß, oder Rollerblader, oder was auch immer, und ich fahre schön an der Seite, um nur so viel Platz zu nehmen, wie ich wirklich benötige, aber die entgegenkommende Menge macht nicht die geringsten Anstalten, ihren Platzbedarf von z.B. 4 Reihen auf wenigstens 3 Reihen zu reduzieren, dann muss ich sagen, halte ich auch stur an meiner Spur fest. Bei Tempo 35 reicht es mir, wenn ich am, Lenker 5 cm an den Seiten Platz habe, und so lange die da sind, hab' ich keinen Finger an der Bremse.
Das nervt echt. Ich lass gerne jedem Mitmenschen Platz, bremse auch ab, aber wenn keinerlei Entgegenkommen von der 'Gegenseite' kommt, dann nervt mich das echt.
Ich werde nicht versuchen zu verdunsten, nur damit die Entgegenkömmlinge ignorant weiter die gesamte Wegbreite benaspruchen können.
Aus meiner Sicht ist das nämlich nicht rowdyhaftes Verhalten meinerseits, sondern von denen, die überhaupt keinen Platz machen.
Das kommt aber zum Glück nicht so wahnsinnig oft vor, die meisten Menschen die mir da so begegnen, sind sehr kooperativ, und machen sofort bereitwillig genug Platz, besonders Fussgänger auf schmalen Trampelpfaden im Wald.
Wenn ich sehe, dass der Mitmensch Kooperationsbereitschaft zeigt, hab' ich auch überhaupt kein Problem damit, am Wegrand an einer gnstigen Stelle zu warten, bis entgegenkommende Fussgänger vorüber gezogen sind.