In Antwort auf: Flachfahrer

...eine dichtung, die einem hochdruckstrahl standhalten sollte, müßte so fest sitzen wie z.B. die dichtungen von luftfederbeinen/-dämpfern. dann hätten diese dichtungen aber auch permanent eine reibung, deren stärke dem losbrechmoment eines luftdämpfers entsprechen würde.
das hielte ich für nicht so sehr erstrebenswert. bäh


Abgesehen von der nicht mehr rückgängig zu machenden Unsitte, an so schwach motorisierten Geräten wie Fahrrädern die schnöde KFZ-Lösung der Schleifdichtung zu verbauen, es geht auch durchaus anders:
Hohe Qualität von Kugeln und Konen (Falk, dein Einsatz!), penible Einstellung und -ganz wichtig!- hochwertiges Fett und kleinste Spaltmasse erfüllen durchaus ihren Zweck; hat da jemand Verlustschmierung gesagt?
Die dazu nötigen Schmierbohrungen sind inzwischen ja weitgehend wegrationalisiert worden.
So, das funktioniert nicht?
In der weitverstreuten Forumsgemeinde hab ich ein Beispiel:
Campa-Record, gekauft 1980, von mir nach 50000 km beinharter Belastung an Hartmut L. ungewartet und hochdruckgereinigt weitergegeben, das Ding fährt heute noch! Schleifdichtungen an Fahrrädern waren damals noch nichtmal erfunden!
Auch wenn ich mich damit als abstruser Sektierer outen sollte: wo keine Dichtung ist, kann trotzdem eingedrungenes Wasser auch nicht am "Ablaufen" gehindert werden.
Mittlerweile fahre ich (unwillig!) mit gedichtetem, lebensdaueroptimiertem Material herum, auch wenn ich grundsätzlich nichts anders mache als früher, die Lebensdauer erreicht das Zeug trotzdem nicht mehr.

Für alle anderen gibts ja zum Trost immer noch Schleifdichtungen.

Axel