War heuer 45 Tage von Finnland nach Österreich unterwegs. Davon cirka 30Mal wild gezeltet und einmal sogar Parkbank (Stockholm-Jugenherberge zu teuer...). Kein einziges Mal ist mir was passiert. Nur in den Städten (Warschau, Riga, Vilnius, Krakau) hab ich aus sightseeing Gründen immer den Campingplatz genommen. Ich denke, dass die Angst eher bei jenen Personen größer ist, die mitten in der Wildnis ein Zelt stehen sehen, als bei mir als Wildzelter. In Norwegen, Schweden und Finnland bin ich sowieso immer freundlich gegrüßt worden und in "Mitteleuropa" wars auch nicht anders.
Nur einmal da ist mir was passiert:
Zwischen Krakau und Katowice, ziemlich am Ende meiner Tour wo ich bereits vollkommen zum Polenfan mutiert bin, hab ich mich am frühen Nachmittag in ein ehemaliges Industriegebiet mit dem Zelt gelegt (ich muss dazu sagen, dass die Gegend dort sehr stark bewohnt ist und kaum ein uneinsehbarer Platz zu finden war.). Dabei haben mich Jugendliche gesehen, die ich freundlich gegrüßt habe und sie mich auch.
So gegen 21h00, ich gerade beim Kochen im Zelt hör ichs: patsch-patsch. Steine? Ich geh aus dem Zelt raus, mit der Trillerpfeife in der Hand, seh die Jugendlichen von vorhin wieder, stoss einen Pfeif aus und wusch waren die schon weg. Ich habe dann mit Fahrradhelm weitergekocht und gegessen. Auch die erste 1/2 Stunde habe ich mit Helm geschlafen-die Steine waren cirka 5x10cm groß. Aber dann war mir der Helm doch zu unbequem.
Die Moral? Blöde Jugendliche gibt es überall... .