Hi,
ich zelte nur wild, wenn keine Alternative vorhanden ist und campe auch nur wenn keine preiswerte Pension in der Nähe ist. Campen ist für mich sozusagen eine Notunterkunft, obwohl es schon einige schöne Plätze gibt (Wüste, Nationalparks, ... aber da gibt es ja oft keine Alternative)
Gründe kurz:
- keine Dusche (und ich hasse kaltes Wasser)
- stressfreier
- Beim Wildcampen gibt es kein Restaurant in der Nähe
- Außerhalb von Europa ist man morgens oft nicht allein
- keine Kontakte (Touristen und Einheimische)
- kein Licht
- Aufwand Zeltauf- und abbau, Kochen
Da ich Land und Leute kennen lernen möchte ist dies meistens nur abends möglich. Zum Land und Leuten kennenlernen zählt für mich auch die Küche kennenzulernen.
Jetzt zu den Gründen ein paar Beispiele:
Island: keine hohen Wassertemperaturen - bei einem Campingplatz ist häufig ein Schwimmbad in der Nähe (oft dann kostenlos)
Es steht morgens niemand in Turnschuhen, T-Shirt und Maschinengewehr vor dem Zelt.
Oder Du siehst 50 Km entfernt von der nächsten Ortschaft 2 Zigaretten glimmen und hörst Stimmen. Oder Dich fragt morgens, wenn Du die Augen aufmachtst, ob Du einen Kaffee willst....
Wenn die Sonne um 17:00 Uhr untergeht und Dich möglichst unauffällig verhalten willst, dauert die Nacht echt lang.
Übrigens verbrauche 2 Stunden mehr Zeit an einem "Camping"-Tag als an einem "Pensions"-Tag.
Anstatt wildzucampen frage ich lieber in Schulen, Kirchen, Feuerwehr, Polizei, Tempeln nach, ob ich da übernachten könnte.
Gruß
Thomas