Die These, dass jemand, wenn ich auf Reisen bin, den Code am Rad "knackt", um dann meine Wohnung leerzuraeumen, halte ich schlicht fuer an den Haaren herbeigezogen. Dann duerfte ich mich auch in keiner Jugendherberge, keinem Hotel, keiner Pension und auf keinem Campingplatz mehr eintragen, weil dort ein boeser Mensch arbeiten koennte, der meine Anschriftsdaten zu kriminellen Zwecken nutzt.
Jedoch wäre es in Deutschland verdächtig, wenn sich die Anzahl von Wohnungseinbrüchen häufen würden, wenn die Opfer während der Tatzeit in einen bestimmten Hotel genächtigt hätten. Aber es gab auch genug Warnungen an Reisegepäck nicht Anhänger mit der eigenen Adresse anzubringen. Oft wurden in Spanien oder Italien die Hotelzimmer durchsucht und anschließend in Deutschland die Wohnungen leer geräumt. Auch Flughäfen usw. waren geeignete Orte der Informationsbeschaffung. Im Gegensatz zu Reisegepäck werden Räder häufiger unbeobachtet irgendwo abgestellt. Wenn ich natürlich nur in Deutschland oder Skandinavien unterwegs bin, ist das Risiko vergleichsweise gering. In Zuge der Globalisierung muß dies nicht auf Dauer so bleiben. Ich selbst habe von der Codierung vor ca. 3 Jahren über den ADFC erfahren, nach dem mir die Zusammensetzung bekannt war, erlosch mein Interesse wieder. Der Straßencode dürfte meist das einzigste wirkliche Hindernis sein.
Weißt Du was das für ein Wälzer die Liste mit den Straßen ist?
Bei den heutigen Handys und PDA's usw. ist so eine Liste sicherlich kein Hindernis mehr. Du mußt die List ja auch nicht mal dabei haben, dann ruft man ebend den Kumpel an der schaut in den Computer und sagt einem die Adresse. Warum lasse ich dann nicht gleich Name und Adresse in Klarschrift eingravieren? Die Bezeichnung Code läßt doch eine irrtümliche Verschlüsselung der Daten vermuten, eine trügerisches Sicherheitsgefühl.
Tschüs Guido!