Wenn Fragen zu GPS gestellt werden, erscheinen sofort diejenigen, die GPS am Fahrrad nicht benutzen, mit ihren - oft auf Unwissenheit beruhenden - Aussagen; irgenwie erinnert mich das an frühere Helmdiskussionen: wenn einer eine technische Frage zu Fahrradhelmen hatte, haben sich gleich auch die Helmgegner zu Wort gemeldet. verwirrt

Nun ist GPS am Rad eine technische Frage; von einer GPS-Pflicht am Fahrrad sind wir wohl noch weit entfernt, also bitte nicht ideologisieren!

GPS am Fahrrad ist keine Notwendigkeit (das hat nie jemand behauptet!), sondern eine High-Tech-Spielerei mit - wenn auch begrenztem - praktischen Nutzen.


In Antwort auf: Uli

Zitat:
-Autorouting muß es wohl sein, wenn ich in der Garage nur Start und Ziel eingeben und dann losfahren will. Hier gibt es aber wohl noch keine Software, die mir fahrradtypisches Reisen erlaubt, also keine Schnellstraßen etc. Außerdem sind diese Geräte wohl alle ziemlich globig. Richtig bis hier?

Richtig!

Falsch. Es gibt sehr wohl solche Software. Garmin MapSource und das Autorouting zumindest der Garmin-Outdoorgeräte GPSmap 60C(S) und GPSmap 76C(S) haben bieten genau diese Funktion.
In Antwort auf: Uli

Zitat:
Erreicht es die von mir anvisierten Vorteile?

Ich bin zwar nicht der Holger, aber deine Anforderungen erfüllt es sicher nicht.

Sicher nicht alle, die autoroutingfähigen Karten berücksictigen im Moment noch nicht die Höhe, und die Karten mit Höhenangaben bieten noch kein Autorouting. Aber da kann man sich behelfen.

In Antwort auf: Uli

Zitat:
Und wenn ich für akzeptables Geld mehr Komfort in der Orientierung bekäme, würde ich es mir durchaus überlegen.

Wieviel ist für dich akzeptabel? Der oben erwähnte Garmin mit Kartendarstellung kostet 700 EURO.

Das ist leider sogar etwas zu optimistisch, es kann durchaus noch mehr werden. Wenn Garmin im Outdoorbereich Konkurrenz bekommt (die Magellan-Geräte sind es leider zur Zeit nicht, da ist der Bildschirm zu klein), dann werden auch die Preise sinken.

In Antwort auf: Uli

Zitat:
Jetzt ist doch da immer die Rede von diesen Topo-Karten, diese soll es doch zumindest für Deutschland geben(?)

Ja, die gibt es. Es sind aber "nur" Karten, von Hause aus sind da keine weiteren Informationen drin, wie z.B. Markierungen der Radfernwege. Ganz Deutschland auf TOP50-Karten (DVD/CD) kosten ca. 600 EURO. Auf Basis dieser Karten sind keine Routenplanungen durch PC / PDA / GPS möglich.

Es gibt für Garmin eine Vektorbasierte topographische Karte für Deutschland, die kostet 199 €, und basiert auf der TOP25; hat aber nicht das Kartenbild der gescannten Karten, und ist für Wanderer besser geeignet als für Radfahrer.


In Antwort auf: Uli

Zitat:
Und mit diesen müßte man doch auch mit Höhenmetern arbeiten können(?)

Topografische beinhalten ein Höhenmodell, aber das hilft nur jetzt nicht richtig weiter.

Natürlich hilft das weiter: Ich kann mit der TOP200, der TOP50 oder den MagicMaps (basierend auf der TOP25) Tracks erstellen, und gleichzeitig ein Höhenprofil erhalten.


In Antwort auf: Uli

Zitat:
Vielleicht sollte ich ja mal wegkommen von dem GPS und mich einfach mal mit einem wirklich guten Routenplaner am PC beschäftigen

Das sollte für deine Anforderungen Voraussetzung sein, aber ....

Statt "Routenplaner" vielleicht besser "digitale Karten"

In Antwort auf: Uli
Zitat:
habe den 2.0 von der Telekom, das ist einfach nix das Ding

... was besseres als den gibt es nicht.

Das wage ich jetzt wirklich zu bezwifeln; immerhin gibt es schon den 3.0 bäh ; außerdem sind für viele Zwecke die TOP200, die TOP50, die MagicMaps oder andere digitale Karten auch geeignet; auch die Garmin MapSource bietet Rad-Routenplanung.


In Antwort auf: Uli
Zitat:
Ich fänd`s schon super, wenn ich mir am PC verschiedene Routen - mit Höhenprofil!!! - anschauen und mir die geeignetste aussuchen könnte. Aber das müßte sich doch dann in einen GPS irgendwie eingeben lassen

Theoretisch möglich, praktisch mangels geeignetem Routenplaner (z.Zt.) nicht möglich. .

Natürlich geht das völlig problemlos, Tracks von beliebigen Quellen in ein GPS zu importieren. Im Zweifelsfall helfen Freeware-Programme beim Umkodieren. Die einzige Voraussetzung ist, dass die digitale Karte bzw. der Routenplaner Tracks exportieren kann. Dazu kommt, dass es im Internet inzwischen einige Track-Sammlungen für Fahrräder gibt, allerdings meisten für Mountainbikes.

In Antwort auf: Uli

Die Anforderungen auch während der Tour sich eine neue Route berechnen lassen zu können, ist damit aber auch noch nicht erfüllt. Wenn ich diese mal zusammenfasse, dann suchst Du so etwas wie ein Kfz-Navigationsssystem für's Rad - und das gibt es nicht.
Doch, die oben erwähnten Garmin-Geräte erfüllen genau diesen Zweck. Es ist sicher zuviel erwartet, wenn man glaubt, das Gerät würde auf Anforderung den "besten" Weg finden, aber in aller Regel findet es einen praktiblen und fahrbaren Weg.

In Antwort auf: Uli

Gruß
Uli (der nicht verschweigen will, dass er auf dem Rad auf elektronischen "Schnickschnack" gerne verzichtet)


Hier kommen Uli erst wirklich auf den Punkt: Elektronik ist für ihn "Schnickschnack", und das scheint für die meisten Reiseradler zu gelten. Kein Wunder, dass die Nachfrage nach Fahrradgeeigneten GPS-Geräten kaum von Reiseradlern kommt, sondern von MTB-lern (die technischem "Schnickschnack" gegenüber aufgeschlossener zu sein scheinen. Aber nur wenn genügend Nachfrage vorhanden ist, werden die Hersteller auch geegnete Geräte und Software anbieten.

Gruß

Igel-Radler, der traditionelle Papierkarten, elektronische Karten und GPS benutzt, aber aus vielen Gründen von den traditionellen Karten so langsam wegkommt.