Deinen Post finde ich problematisch, weil die Logik darin auf Vorurteilen, rassistischem Denken und subjektiver Wahrnehmung aufbaut. Zugleich moechte ich im Thread ungerne weiter in diese Richtung abdriften.
Ich würde sagen, die Logik darin beruht auf Erfahrung und Statistik.
Erfahrungen sind subjektiv und durch Vorurteile und sonstige (irrationalen) Erwartungen verfaelscht. Statistiken spiegeln ein Weltbild wieder, in der Weise welche Kategorien sie haben, welche Werte erfasst werden und welche nicht. Diese Dinge sind keineswegs absolut und objektiv, auch wenn sie auf den ersten Blick so aussehen moegen.
Welche Statistik legt denn dar, ob der wirtschaftliche Schaden durch reiche Cum-Ex-Betrueger viel groesser ist als der durch angebliche Sozialschmarotzer? In welcher Statistik sieht man, ob die Gewalt durch "deutsche" Extreme groesser ist als durch "auslaendische" Extreme? Welche Statistik gibt Aufschluss darueber, inwiefern zu schneller Autoverkehr, unmenschliche Arbeitsbedingungen, ein ausgebeutetes Gesundheitssystem, Anschlaege von "Auslaendern" oder rechte Gewalt mehr Todesopfer erzeugen? Die meisten Todesopfer und den groessten gesellschaftlichen Schaden hat vermutlich der Konsum von Alkohol zu verschulden, aber das nehmen wir einfach in Kauf. Gegen einen Terroranschlag muss aber Aktionismus folgen. Das hat nichts Objektives, sondern ist rein subjektive Beurteilung. Wo sieht man ob Deutschland im Ausland mehr Schaden verursacht als andere Laender bei uns? Usw. Das alles tauscht in keiner Statistik auf und obgleich das alles an sich sachlich erfassbar waere, wird es hochgradig subjektiv wahrgenommen, auch wenn man meint, man koenne das recht objektiv beurteilen, wir koennen es nicht.
Darum sollten wir nicht unserer Erfahrung und nicht irgendwelchen Statistiken trauen, sondern eher alle Menschen gleich behandeln, das ist fehlersicherer.
(Nun habe ich mich doch dazu hinreissen lassen, hier weiter off-topic zu vertiefen ...)