Moin Jürgen!
Ich finde diese Entwicklung besorgniserregend. (Ich muß jetzt meine Meinung dazu sagen, weil ich heute wieder so einen Fall hatte :-( )
Im städtischen Bereich, wo die Umgebungshellinkeit insgesamt noch relativ hoch ist, mag so ein heller Scheinwerfer noch ok sein. Aber im ländlichen Bereich, wo faktisch kein anderes Umgebungslicht vorhanden ist, blendet so ein Scheinwerder tierisch. Ich erlebe es immer öfter, daß entweder E-Bikes (mit Strom vom Motorakku) oder Mountainbiker mit Akkuleuchten in der >100Lux-Klasse entgegen kommen. Von zu hoch eingestellten Lampen noch garnicht zu reden. Oft muß ich dann mit vorgehaltener Hand fahren, um überhaupt noch was zu sehen. (.....)
Ich vestehe Dich! Allerdings ist dies kein Alleinstellungsmerkmal falsch eingestellter Fahrradscheinwerfer. Auf linksseitigen Fahrradwegen entlang von Land- oder Bundesstraßen draußen in der "Pampa" ist die Blendung der FahrradfahrerInnen, wie Du sie plastisch beschreibst, die Regel. Selbst dann, wenn die Kfz-Beleuchtung korrekt eingestellt ist. Abhilfe bringen könnten Kfz-seitig die Einführung von blendfreien
Matrix-Scheinwerfern, Fahrrad-seitig eine mechanisch oder elektronisch vorgegebene korrekte Einstellung der Scheinwerfer. Bei Pedelecs mit ihren großzügig bemessenen Stromquellen sind bei der derzeitigen Geschwindigkeit von Innovation und Miniaturisierung mittelfrisig auch blendfreie Matrix-Scheinwerfer denkbar.
Gruß aus Münster,
HeinzH.