Nunja, wenn ich 2 Tage also nur übers Wochenende unterwegs bin, komme ich auch mit Titankamm, abgesägter Zahnbürste und Zahnpasta in Reisegröße hin. Da brauche ich kein umfangreiches Duschzeugs o.ä. schon garnicht wenn ich wild irgendwo im Busch penne. So richtig duschen und die Sau rauslassen kann ich dann nach den 2 Tagen wieder zu Hause. Das ist für mich schon ein ganz schöner Haufen der dann zu Hause bleibt.
Natürlich dann auch wie einige sagten Regenzeugs, bei 2 Tagen in der groben Umgebung +- 100km kann man das ggf. abschätzen und "nur" eine dünne Notjacke einpacken statt Helmcover(Cap, lange Regenhose, Gamaschen usw.
Das ist ja, was ich nicht so recht verstehen werde, wohl auch die letzen Jahren bis zu meinem Ableben nicht. Du bist doch erklärter Minimalist, was kann da dein 3-Wochen-Duschkram sich so pompös vom 2-Tage-Trip unterscheiden? Wenn du mit der abgesägten Zahnbürste an einem Abend auskommst, wirst du sie auch immer wieder in drei Wochen nutzen können, ehr wird sie enoch kürzer dabei.

Ein Duschtube allein macht ja noch keinen so einen großen Unterschied oder du bist so intelligent und kaufst dir alle paar Tage Duschproben im Miniformat im Drogeriemarkt - wie immer sinnvoll das sein mag.
Erste-Hilfe-Sachen kann man nicht verkleinern, was in drei Wochen passieren kann, kann auch an einem Tag passieren. Eine Sonnencreme auf zwei Tage hin abzufüllen verbraucht mehr Hirnschmalz und Logistikaufwand als dass es die 3-Wochen-Tube in sinnigerweise verkleinern kann. Ein Handtuch ist ein Handtuch und bleibt in seiner Größe ebenso nützlich für einen Tag wie für Wochen. Liege ich damit an einem Tag am See oder eine Woche auf den Kanaren - was macht den Unterschied? So richtig die Duschsau rauslassen - was ist das eigentlich?

Ich kann mir nur vorstellen, mehr Wasser - aber das führst du ja nicht mit, weder auf Kurz- noch auf Langreise.
Die Regenjacke: Was für eine Notajacke hilft, wenn ich ausgerechnet am zweiten Tag fluche, die gute Regenjacke daheimgelassen zu haben, weil ich nun mit Notjacke als Zitteraal ende? Muss ich dann früher in den Zug einsteigen und zahle eher drauf. Natürlich gibt es stabile Wetterlagen, wo man Regensachen vorhersehbar nicht brauchen wird. Es kommt aber doch häufig anders als erwartet. Ich habe sowas auch schon mal gemacht, Regenjacke lasse ich zuhause. Dann stand ich irgendwo blöd da und wunderte mich, warum und woher haben die anderen Radler jetzt Regenjacke an? Mensch, sind die klug und ich so dumm...

Ist es morgens doch frischer als gedacht, hilft der Wärmeschild einer guten Regenjacke.
Ich bin schon am Wochenende im Hochsommer in die Vogesen oder Pfalz gefahren, die Hälfte davon Dauerregen und Sturm, die andere Hochsommerwetter. Das gabs schon mehrfach. Einmal sind mir die Fußstiefel so feucht geworden, dass ich unterwegs mehrere paar Socken gekauft habe, damit die Socken den Schuh kontinuierlich trocknen und ich mich nicht erkälte und Schrumpelfüße bekomme. Zweieinhalb Tage und vier paar Socken verbraucht.

Mit besserer Zwischentrocknung hätten es vielleicht auch drei Paar getan.
Da ist es gut, wenn die genässten Handschuhe und Hose auch ersetzt werden können. Schon die recht heftigen Temperautrunterschiede in den Übergangszeiten bedingen unterschiedliche Hosen: Brauche ich morgens und ggf. abends Langbein, tagsüber mal Kurzhose lang, fahre ich bei fettem Sommerwetter auch gerne ganz kurz. Läuft es unglücklich und drückt mal das Sitzpolster, ist man auch an 2 Tagen froh, die Hose zu wechseln. Jacken dito, ist man in schwierigen Jahreszeiten um eine passende Jacke mehr dankbar - vielleicht sogar eher bei 2 Tagen als auf der Sommerreise in 3 Wochen.
Warum soll ich mir das Umpacken für jeden Wetterbericht antun, wenn ich ohnehin auf Werkzeug, Luftpumpe, Ersatzschlauch Schlafsack, Zelt usw. nicht verzichten kann wie auf Langreise. Selbst die Banane möchte an einem Tag nicht gequetscht werden, mal eine Erdbeerschachtel vom Straßenkiosk, Käse aus den Vogesen oder aus Savoyen - wo ist da die Reserve - 1 Tag, 30 Tage, what's the difference? Ich stelle eher fest, dass mir 2-Taschen-Touren immer schwerer fallen, egal wie kurz die Reise, es ist immer zu wenig Platz. Ich fahre dann lieber nur halb volle Lowrider spazieren. Der Unterschied bezieht sich fast nur noch auf ein paar zusätzliche Klamotten, für Minimalisten wie dich wären die aber auch auf Mehrwochentour verzichtbar. Legere Klamotten bräuchte ich eigentlich auch nicht, obwohl ich meist eine Variante auf Langreisen dabei habe. Aber du als Minimalist?
Final: Ich verstehe nicht, was für dich diesen großen Unterschied zwischen 2 Nächten und 3 Wochen ausmacht - entweder bist du Minimalist volles Rohr oder du bauschst hier gesparte Gramm-Zahlen zu Bleigewichten auf.