ich lese diesen Faden schon länger mit und bei einigen Antworten habe ich mich wiedererkannt, bei einigen Schmunzeln, bei einigen Verwunderung.
Zu der eigentlichen Frage wieviel Technik bin ich zwiespältig. Zum Einen bin ich von neuester Technik begeistert, sofern ich mir einen Vorteil dadurch erhoffe - leider tritt dieses Verbesserungsversprechen nicht immer ein. Zum Anderen vertraue ich gerne bewährter und gewohnter Technik, auch mit dem Makel des Altmodischen kann ich durchaus leben.
Meine Räder haben alle Rennlenker, 1x9, 2x9, 3x9 Schaltungen und sind je nach Einsatz in der Übersetzung angepasst. Ich habe noch ein paar Räder aus den 80'ern, damals war 5-Gang der Standard und es geht auch damit. Bei meiner Rohloff bin ich noch unentschlossen (habe ich erst ein Jahr) - hier stören mich die gleichmäßigen Gangsprünge, da hätte ich obenrum lieber feinere Abstufungen. Eines meiner Rennräder ist so eines, das ich mit einem Finger hochheben kann + Technik vom Feinsten - fährt sich toll aber hat irgendwie keine Seele im Gegensatz zu meinem alten Stahl-Rennrad das ich viel lieber und öfter fahre. Fahrmaschine bezeichnet es wohl am treffendsten. Ein Rad löst bei mir auch Emotionen aus.
Auf meine seit ~20 Jahren bewähreten Garmins würde ich jedoch nicht verzichten wollen. Geplante / berechnete Routen sind für mich keine feste Vorgabe... wenn's links oder rechts interessanter erscheint, dann eben dort entlang, irgendwann komme ich schon wieder auf die Route, oder auch nicht. Ebenso möchte ich moderne LED-Beleuchtung nicht mehr gegen Glühlämpchen tauschen.
Das gern vorgetragene Argument der Reparaturfreundlichkeit unterwegs wird m.E. überbewertet - größere Schäden können wir mangels Werzeug ohnehin nicht in der einsamen Wildnis reparieren, egal ob alte oder neue, einfache oder komlizierte Technik. Den Dorfschmied der alles kann, den gibt es auch schon lange nicht mehr. Da ist bei einer Vorbereitung auf die Reise auch das Rad mit einzubeziehen.
Mein (vorläufiges) Fazit: soviel wie nötig, so wenig wie möglich. Diese Variablen muß jeder für sich selber finden und ggf. auch jederzeit neu bewerten.
manchmal denke ich schneller als ich tippen kann - manchmal auch andersherum = Tippfehler... sei's drum