Was mich mal interessieren würde: Seit wann ist denn die Beschilderung relativ dicht und sichtbar (also mit dem Symbol drauf)?
Wir waren wie gesagt 2013 dort. Wie dicht die Schilder wirklich sind, kann ich dir gar nicht sagen, weil wir tatsächlich nicht dediziert geplant hatten, der Via Claudia zu folgen. Der Etschradweg ist ob mit oder ohne Schild kaum zu verfehlen, ganz abgesehen davon, dass wir auch da abschnittsweise die Straße benutzt haben.
So war das auf meinen Touren auch. Um Das Verfehlen geht es mir sicherlich nicht, mehr darum, wie ernst und schnell Etiketten mit Inhalt gefüllt werden. Beim Alpe-Adria-Radweg CAAR ist es auf österreichischer Seite ja auch so, dass es fast ausschließlich alte Radwege sind, das Logo wurde dann mehr oder minder etwas mickrig dazugeklebt, ggf. auch auf neue Schilder gedruckt, aber ohne große Präsenz. Die Info-Begleitung der Strecke ist noch sehr mäßig, in Italien gibt es schon Glanzlichter, gleichzeitig aber noch unbearbeitete Streckenabschnitte. Trotzdem tritt die Bewerbung ja schon Radlerkolonnen in Bewegung. Beim Rhone-Radweg ist mir die frühe Bewerbung auf der CMT-Messe auch aufgefallen. Da war nicht mal die Hälfte der Strecke auf Radwegen fahrbar, man hat aber für mehrere Jahre bereits Geld für einen Messestand. CAAR war dieses Jahr erstmals mit eigem Tisch dabei - also immerhin doch erst nach der Hauptumsetzung.
Das Drumherum bei der VCA scheint zumindest heute doch sehr potent zu sein. Laut diverser Angaben war der Startschuss für Interreg IIIb 1998, die Projektphase 2002-2005, zuweilen auch bis 2006 zu lesen (der Radweg ist dabei aber nur ein Teil). Das betrifft dann aber nicht die komplette Fortführung und Umsetzung des Projekts - das ist ja eine Daueraufgabe. Die Angelegenheit Norbertshöhe war zumindestens 2005 noch in den Kinderschuhen - ich bin damals ohne große Ablenkungsmanöver über die Straße bei Finstermünz. Da es zwischen Landeck und Pfunds einen Teil mit Sperrung für Radler auf der Bundesstraße gibt, und die etwas bergige Dörfer-Umleitung mich leicht erregt hatte (damals hatte ich noch ehrgeizige Tagesschnittziele

), wäre mir sicherlich eine touristische Ausschilderung aufgefallen. Die gab es dort sicherlich noch nicht (2004, 2005 oder 2006). Im Gasthof/Jugendherberge gab es keinerlei VCA-Prospekte - das dürfte heute anders sein. Auch 2005 auf dem Weg zum Stilfserjoch bin ich mir ziemlich sicher, dass es zwischen Meran und Prad keine touristische VCA-Beschilderung gab, sicher aber eine Radweg-Ausschilderung, weil ich die sogar gesucht hatte (ein kleines Stück auch über Kies durch Wald, kann mich gar an Picknickplatz und Spielplatz erinnern). Übrigens wurde ich von Kindern auf dem VCA-Radweg (bei Latsch oder Naturns) von Kindern mit Steinen beschmissen. Mit den Migrations-Römern dort ist halt nicht zu spaßen - die Strecke ist gefährlich.
