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#403612 - 01/12/08 06:42 PM
Materialverlust durch entpulvern?
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Hallo,
es lassen hier ja einige von euch ihre Rahmen entpulvern und danach neu einfärben.
Weiss jemand wieviel der Rahmen beim entpulvern an Materialgewicht (Stahl nicht Farbe) verliert und ob und wie sich das auf die Stabilität auswirkt?
Wie oft kann kann man den einen Rahmen überhaupt neu einfärben?
Danke chris
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#403620 - 01/12/08 06:51 PM
Re: Materialverlust durch entpulvern?
[Re: latscher]
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Was führst du denn jetzt im Schilde...? Gruß Mario
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#403623 - 01/12/08 06:54 PM
Re: Materialverlust durch entpulvern?
[Re: latscher]
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Wie sehr die Stabilität beeinträchtigt wird, hängt von der Materialdicke und von der Art des Strahlens ab. Sandstrahlen sollte man deshalb - zumindest bei halbwegs dünnwandigem Stahl - bleiben lassen.
Aber auch beim weniger scharfkantigen Glasperlenstrahlen würde ich niemals einen Betrieb ranlassen, der mit Fahrrädern keine Erfahrung hat.
Übrigens wird nicht nur Material abgetragen, sondern auch welches verdichtet, was die Stabilität aber nur scheinbar erhöht: eine Kette ist halt nur so stark wie ihr schwächstes Glied - auch wenn wir hier von Rohren reden
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#403626 - 01/12/08 06:59 PM
Re: Materialverlust durch entpulvern?
[Re: latscher]
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Wenn es schlecht gemacht wird, hast Du in zig Abstufungen konifizierte Rohre, was ja eigentlich ein Qualitätsmerkmal ist  .
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#403627 - 01/12/08 07:02 PM
Re: Materialverlust durch entpulvern?
[Re: latscher]
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black_flag
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Schwer zu beantworten. Ich könnte mir folgendes vorstellen: Man nehme ein Stahlrohr mit 2mm Durchmesser, wiege es mit einer Präzisionswaage und wende daraufhin die entsprechende Methode (z.B. Sand(?)/Glasperlenstrahlen) an.
Anschließend wird es erneut gewogen.
Ich hoffe das gibt einen Gedankenanstoß.
Joachim
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#403638 - 01/12/08 07:29 PM
Re: Materialverlust durch entpulvern?
[Re: latscher]
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Wie oft kann kann man den einen Rahmen überhaupt neu einfärben? Nicht allzu oft, sonst laufen "Unsere Räder" Threads zu schnell über. ciao Christian
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#403649 - 01/12/08 08:18 PM
Re: Materialverlust durch entpulvern?
[Re: Spargel]
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Nicht allzu oft, sonst laufen "Unsere Räder" Threads zu schnell über. Wieso? Es gibt doch dort doch eh nur eine "gültige" Farbe... RAL 9005 :-)
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#403672 - 01/12/08 09:17 PM
Re: Materialverlust durch entpulvern?
[Re: joefab]
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Willst Du ein Fahrrad oder ein Brikett?
Falk, SchwLAbt
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#403703 - 01/12/08 11:01 PM
Re: Materialverlust durch entpulvern?
[Re: latscher]
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Wie oft kann kann man den einen Rahmen überhaupt neu einfärben?
Kommt auf den Rahmen an. Habe im Keller ein Technobull mit Columbus MAX Rohr, hat an manchen Rohrmitten 0,5 mm Wandstärke. Da hat man schon beim chemischen Entfärben ein mulmiges Gefühl. Die Beschichter haben sich auch flächendeckend in den Kopf gesetzt, direkt vor dem Beschichten das Gerät nochmal abzustrahlen, damit der Flugrost weg geht und die Oberfläche schön rau ist. Also unter diesen Voraussetzungen beantworte ich deine Frage so: entfärben mit Sand: 0 mal; mit Glasperlen: 0 Mal; chemisch: 1 mal; die Vernunft findet als rechnerisches Mittel genau: 0 mal. Ist der Rahmen dicker, also z.B. Chromor oder Mannesmann 25er o.Ä., dann einmal vorstellbar. Bei Alu auch höchst kritisch, denn so schnell wie das Strahlgut nach der Farbe auch das Metall athmosphärisiert, kann der Arbeiter garnicht reagieren. Zumal je nach Beschichtung die Farbschicht wesentlich mehr Widerstand leistet, als das Trägermaterial. (G.Sattler hat ewig gesucht, bis er zufriedenstellende Beschichter gefunden hatte, da gibt es große Unterschiede; mit dem Erfolg, daß seine Beschichtungen zu seiner Freude/Verzweiflung durch normales Glasperlenstrahlen garnicht mehr wegging und durch Sandstrahlen nur schwer.) Also entscheide ich richtig Andreas
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...in diesem Sinne. Andreas | |
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#403724 - 01/13/08 01:19 AM
Re: Materialverlust durch entpulvern?
[Re: iassu]
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SirAnos
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Ich würde die alte Beschichtung nur anrauhen und unter der neuen Farbe drunterlassen kann nichts schaden.
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#403729 - 01/13/08 02:18 AM
Re: Materialverlust durch entpulvern?
[Re: ]
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Wenn die alte Beschichtung zu dick ist, hält die neue nicht, wirkt wie eine elektrische Isolation. Und Lack auf Kunststoff? Andreas
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...in diesem Sinne. Andreas | |
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#403736 - 01/13/08 07:51 AM
Re: Materialverlust durch entpulvern?
[Re: ]
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Ich würde die alte Beschichtung nur anrauhen und unter der neuen Farbe drunterlassen kann nichts schaden.
Funktioniert nicht! Jeder Fahrradhersteller empfiehlt, dass der Rahmen vorher chemisch entlackt wird. Alles andere und selbermachen ist "Gemurkse"! Bei vorherigen Strahlen muss man ein sehr gutes Fingerspitzengefühl besitzen. Wenn Dittmar aus Brunsbüttel bei Hamburg seine Rahmen strahlt wird das was, wenn Dein Strahler um die Ecke es macht wird es nichts!! Den der Strahler um die Ecke ist meistens spezialisiert auf größe, grobere Teile als einem Fahrradrahmen. @ chris: Also such Dir einen Beschichter, der auch vorher chemisch entlacken kann, zu allem anderen kann ich nur abraten. Habe selber gerade erste einen Rahmen neu pulvern lassen! Gruß Thomas
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#403784 - 01/13/08 10:58 AM
Re: Materialverlust durch entpulvern?
[Re: latscher]
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Hallo Chris, du kannst es auch mal mit Trockeneisstrahlen probieren. Ich habe damit hervorragende Erfahrungen gemacht - allerdings noch nicht beim Entlacken gepulverter Teile. Normal Lackierte Teile, Unterbodenschutz usw. lässt sich damit perfekt entfernen ohne die Oberfläche des Trägers anzugreifen.
Ciao, Stefan
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#403796 - 01/13/08 11:24 AM
Re: Materialverlust durch entpulvern?
[Re: latscher]
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Hallo Chris,
hier wird viel durcheinander geworfen. Strahlen ist nicht gleich Strahlen. Sandstrahlen führt natürlich zu einem Materialabtrag, der ist allerdings sehr von der Körnung des Strahlgutes, sprich Sand, abhängig. Je rauher, desto größerer Abtrag. Bei uns geht z.B. das Strahlen von Felgen kaum, da wir die Anlage mit mittleren Körnung fahren und die Anlage nicht so eine hohe Leistung hat.
Der Abtrag bei höherwertigem Stahl ist bei uns nicht besonders hoch, ich habe ihn nicht gemessen, er liegt aber eher im Bereich von wenigen Hundersteln. Bis man durch ist, könnte man schon eine Weile strahlen. Das größere Problem sehe ich bei sehr dünnen Rohren in der Rauheit, der Oberfläche, denn je gröber die Oberflächenrauheit umso höher die Kerbwirkung bei der Biege- und Torsionswechselbelastung der Rohre.
Das Strahlen mit Glasperlen oder auch mit Kunststoffkugeln (das gibt es im Berich der Entlackung beispielweise bei Oldtimerrestaurierungen - da kann man die Blechbedruckung anschließend noch erkennen), wird Stahl gar nicht abgetragen, es gibt das Glasperlenstrahlen als Oberflächenverfestigungsverfahren zur Erhöhung der Dauerfestigkeit. (Damit hat der "Kampfgnom" Erfahrungen) Das Verfahren kann meiner Ansicht nach ohne Problem angewendet werden.
Ich habe einen hochwertigen Rennrahmen (mühselig - weil wenig Abtrag) glasperlengestrahlt und anschließend gepulvert und bereits 8000 km auf Radtour mit Gepäck eingesetzt (Skandinavien und Alpen). Das Rohr weiß ich leider nicht, kann aber bei dem Rahmengewicht nicht dick sein. (60iger Rahmen mit 1950 Gr)
Klassische Rennrahmem mit unterer oder mittlerer Rohrqualität würde ich auch mehrfach sandstrahlen und pulvern, bei sehr dünnen Rohren vielleicht nur einmal sandstrahlen und dann beim nächsten Mal nur noch glasperlenstrahlen. Soche Rahmen habe ich schon öfters gestrahlt und gepulvert, keinen jedoch ein zweites Mal. Wenn die Pulvberung noch einigermaßen gut ist, kann man eventuell nur die Pulverschicht anstrahlen und überpulvern, teilweise geht das, teilweise nicht (Blasen etc.)
Bei Alu bin ich vorsichtiger, bis zu einer mittleren Rohrqualität auch mit Sand (ob mehrfach weiß ich gerade nicht), bei Spitzenrohren wohl nur mit Glasperlen oder chemisch entlacken. Neulich hatten wir einen hochwertigen Rahmen zum chemisch entlackten gegeben (aus anderen Gründen), der ist bei der Lieferung auch kurz übergestrahlt gewesen. Bei Alu kann man aber mehr kaputtmachen, wenn man länger auf einer Stelle verbleibt, geht mehr Material weg, dort braucht man schon etwas mehr Sorgfalt.
Problematisch ist es eben bei Fertigungsbetrieben, die sehr grobe Arbeiten machen, wie z.B. vor allem Felgen etc. strahlen, da wäre ich aufgrund der Leistung der Strahlanlage, der Körnung des Strahlgutes und des geringen Problembewusstseins der Bediener vorsichtiger.
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#403805 - 01/13/08 11:51 AM
Re: Materialverlust durch entpulvern?
[Re: Dittmar]
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Hallo Dittmar,
ich denke mal damit hast Du dem Chris schon alles gesagt!
Ich möchte nur einmal kurz anmerken, dass wir neulich Probleme hatten bei einem Alurahmen von einem Arbeitskollgen von mir. Er wollte den Rahmen für sein Alltagsrad neu bei uns in der Firma lackieren. Den alten Lack haben wir beim Glasperlenstrahlen so gut wie gar nicht runterbekommen. Unsere Lackierer haben aber gemeint, das der alte Lack schon zum größten Teil runter müsste, bezüglich Blasenbildung beim lackieren. Wir haben ihn dann für 10€ zum chemisch entlacken gegeben und anschließend nochmals ganz fein mit Korn 240 glasperlengestrahlt.
Auf jeden Fall ist die schlechteste Lösung irgendwas mit Schmirgelpapier "anzurauhen" und dann überzulackieren. Davon rät Dir jeder halbwegs professionelle Lackierer von ab!
Gruß Thomas
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#403809 - 01/13/08 12:08 PM
Re: Materialverlust durch entpulvern?
[Re: Thomas1976]
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Hallo, ich möchte mich nicht einmischen  und nur mal aus Eigeninteresse nachfragen, ob mir jemand eine Bude empfehlen kann, die Pulverbeschichtung (günstig) chemisch entlackt?! Vielen Dank und liebe Grüße, Max
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Träume oder lebe. - beides bedeutet Sein! (R.M. Rilke)
Kommt Zeit, kommt Rad ! | |
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#403905 - 01/13/08 03:44 PM
Re: Materialverlust durch entpulvern?
[Re: Max Herrmann]
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Hallo, ich möchte mich nicht einmischen  und nur mal aus Eigeninteresse nachfragen, ob mir jemand eine Bude empfehlen kann, die Pulverbeschichtung (günstig) chemisch entlackt?! Vielen Dank und liebe Grüße, Max Hallo Max, bei Kwasny und Diekhöner in Bielefeld bekommst Du Deinen Rahmen für 10€ chemisch entlackt. Pulvern kostet für Rahmen 35€ + 10€ mit Gabel. Kann ich nur empfehlen, mitlerweile haben dort auch schon andere ihren Rahmen neu pulvern lassen. Ich denka mal er ist einer der günstigsten Fahrradhersteller beim pulvern. Gruß Thomas
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