Deine Anfrage resultiert natürlich in unterschiedlichen Antworten, da hier auch der persönliche Geschmack eine Rolle spielt.
Ich persönlich bin kein Freund von Touchscreen-Geräten, selbst wenn die Ablesbarkeit der neuen Garmin-Geräte sehr gut ist (bei den von Dir genannten Geräten ist das meiner Meinung nach nicht der Fall!!!). Wenn ich mir überlege, wie meine wesentliche Verwendung des Gerätes aussieht, so ist neben der guten Ablesbarkeit insbesondere z. B. die Batterielebensdauer ein wesentlicher Punkt. Mit meinem eTrex 30, welches ich wegen der immer noch nicht zufriedenstellend gelösten Softwareprobleme gegen ein GPSMap 62s ausgetauscht habe, konnte ich locker fast zwei lange Tourentage ohne Batteriewechsel fahren. Beim GPSMap ist es etwas weniger, aber in der Regel komme ich auch damit auf recht beachtliche Laufzeiten. Hintergrundbeleuchtung habe ich am Tag noch nie gebraucht. Die Bildschirmgröße ist völlig ausreichend, um den aktuellen Track (bzw. die Route) darzustellen. Die Tasten des GPSMap 62s (auch bei den seitlichen Tasten des eTrex hatte ich hier keine Probleme) ermöglichen einen schnellen Wechsel z. B. zum Höhenprofil und zurück zur Kartendarstellung oder den Wechsel des Maßstabs. Das Planen einer Route erfolgt bei mir in der Regel zuhause und unterwegs klappt das über die üblichen Kurzdistanzen auch ganz gut mit dem GPSMap. Trotz des größeren Bildschirms wird die Übersichtlichkeit auch bei den neuen Oregon nie wirklich gut sein. Wenn ich dann noch berücksichtige, dass ich mit dem Navi durchaus bei schlechtesten Wetterbedingungen unterwegs war, wo der Regen auf das Display prasselte und/oder ich immer wieder das beschlagene oder nasse Display frei wischen musste, so muss ich sagen, dass ich froh bin, dass das Display nicht auf Berührung reagiert hat.
Nehme ich noch mein anderes Hobby, das Geocaching, so möchte ich auch da nicht ein Gerät haben, welches sich bei Berührung immer wieder zu Aktionen hinreißen lässt. Was ich brauche, kann ich immer schnell mit den Tasten erledigen.
Mit den OSM-Karten (inzwischen nutze ich für die Radtouren vornehmlich die OpenFietsMap) bin ich bislang sehr gut gefahren. Auch dieses Jahr (Spanien, Frankreich, Italien, Schweiz, Deutschland) konnte ich in fast allen Fällen ohne Probleme damit zurechtkommen. Zusätzlich habe ich z. B. die Archies-Campingplatzdaten auf dem Gerät, was wirklich ein Segen ist. Am späten Nachmittag erfolgt bei meinen Touren immer ein Blick auf die Liste der Campingplätze in Fahrtrichtung und wenn der gewählte Platz etwas abseits des geplanten Tracks lag, so ermöglichte das Routing mit der OSM-Karte bislang ausnahmslos das schnelle Auffinden der Übernachtungsstelle.
Im Augenblick würde ich für mich keinen Anlass für ein "Upgrade" meiner Kombination GPSMap 62s und OSM-Karten sehen. Wäre das eTrex 30 ausgereifter, so würde ich evtl. zu dem noch kleineren Gerät zurückkehren (noch längere Batterielebensdauer, noch handlicher).
Aber ... das ist natürlich dennoch nur mein persönlicher Geschmack. Andere werden die neuen Oregon-Geräte bevorzugen, da es sie eher an ihr iPhone (oder ...) erinnert.