wenn ich aber hier unterwegs bin, freue ich mich über die Landschaft, die Leute, die heimische Natur, die Dörfer und auch die Sauberkeit.
Geht mir auch so, aber das ich das ja fast täglich habe, freue ich mich auch mal über etwas neues unbekanntes. Ganz andere Landschaften, Tiere, Pflanzen, Menschen und deren Schaffenswerk und Kultur, anderes Klima, andere Sonne.
Letztes Jahr war ich z.B. auf Island, das hat mir sogar wieder einen interessanten Blick zurück auf Deutschland erlaubt, ich kann mir jetzt viel besser wirklich vorstellen, wie das norddeutsche Tiefland entstanden ist, wie solche flächigen Gletscher wirklich aussehen, wie das Land aussieht, kurz nachdem sie sich zurückgezogen haben. Sauber war es dort übrigens auch, die Natur war unglaublich, allein der Vogelreichtum und der enge mögliche Kontakt sind eine Reise wert. Mal ein Tag auf der Klippe sitzen, auf das Meer schauen, die Möwen, Seeschwalben und Papageientaucher beobachten usw. das ist eine ganz andere Welt und es gab noch viel mehr zu entdecken.
Auch wenn ich Deutschland sehr schätze und in keinem anderen Land leben möchte, Reisen in ferne Länder sind für mich sehr wertvoll.
Was du nicht direkt gemacht hast, aber oft in solchen Diskussionen anklingt ist die Vermutung, das Fernreisende das eigene Land gar nicht kennen würden und nur deshalb in die Ferne reisen. Das möchte ich für mich ganz deutlich verneinen und denke das es gerade für Radreisende eher selten zutrifft, weil in der Regel auch sehr viel zu Hause gefahren wird.