... 130 Regentage im Jahr und dennoch werde ich kaum je nass...
Regen am Regen
Eine denkwürdige Katastrophe erlebte ich vor drei Jahren auf dem Zeltplatz in Blaibach am Regen im Bayerischem Wald. Die unbedarfte Schülergruppe einer Waldorfschule unter Führung eines Lehrers mit der Kleidung und dem Gehabe eines Safariführers begann abends bei einsetzendem Regen ihre Zelte trotz der Warnung der Stammgäste aufzubauen. Als ich schon schlief, wurde der Regen zum Gewitter. Ohrenbetäubender Lärm der Jugendlichen weckte mich. Ihre Zelte hielten dem Starkregen nicht stand. Ich ließ mich nicht stören, und wollte weiterschlafen. Dann umfloss ein kleiner Bach mein Zelt, ein Handy schwamm darin. Ich packte mein Kuppelzelt am Schopf, bewegte es eine kurze Strecke weiter auf höheres Gelände, und legte mich endgültig schlafen. Am nächsten Morgen erfuhr ich, dass die Jugendgruppe evakuiert werden musste, in die örtliche Turnhalle. Sie und ihr Gepäck waren vollkommen durchnässt. Zwei Tage später fuhren alle Flutgeschädigten nachhause, noch nicht ganz trocken (hinter den Ohren).
Die Gruppe war nur eine Regennacht im Jahr unterwegs, wurde dennoch vom Regen weggespült, zum Glück nicht in dem angrenzenden Fluss Regen.