Habt ihr für euch andere Lösungen gefunden?
Alle guten Möglichkeiten sind nicht reisetauglich. Ob das Feldbett von Therm a Rest für Dich besser geeignet ist, kannst Du nur selbst ausprobieren. Gibt es denn in einem normalen Bett eine schmerzfreie Lage? Welches Körpergewicht muss abgestützt werden?
Die optimale Liegeposition kann jeder selbst leicht prüfen:
1. In Rückenlage soll die Matratze der natürlichen S-Krümmung der Wirbelsäule folgen. Das Becken darf auf keinen Fall höher liegen und auch nicht in die Matratze einsinken (Hängematteneffekt).
2. In Seitenlage soll die Wirbelsäule eine Gerade bilden. Seitliche Verkrümmungen toleriert auch eine gesunde Wirbelsäule kaum. Der Becken- und Schulterbereich muss weit einsinken können.
3. Bauchlage - siehe Rückenlage mit besonderen Anforderungen an Kopfkissen.
4. Jeder Mensch (abgesehen von Intensivpflegepatienten) bewegt sich im Schlaf und ändert die Liegeposition dutzendfach. Matratze und Unterfederung müssen diese völlig verschiedenen Liegepositionen unterstützen. Unmöglich mit 5 cm Schaum. Unbequeme Matratzen führen zu Druckschmerzen (Beckenknochen) oder schmerzhaften Wirbelsäulenkrümmungen und man schläft schlecht.
5. Beim geschädigten Rücken kommt dazu, dass die kurzzeitig angenehme und schmerzfreie Lage von der Normallage abweichen kann, z.B. Rücken hoch und Knie angewinkelt.
6. Junge und gesunde Menschen können bei ausreichend Müdigkeit auch auf einem Brett schlafen. Dies ist aber kein Kriterium ab 35+.
7. Mit langer Gewöhnung können gesunde Menschen auch eine Hängematte als bequeme Schlafstätte empfinden. Bei Bandscheibenschäden wird das nicht funktionieren, weil die Krümmung der Wirbelsäule verstärkt wird.
Aus den genannten Punkten folgt, dass ein gutes Bett mit den Möglichkeiten einer Outdoor-Liegestatt nicht realisierbar ist. Im Heimbereich sind 18-28 cm Matratzenstärke üblich und sinnvoll, zusätzlich eine gute Unterfederung (das ist kein "Lattenrost", kein Wasserbett, sondern z.B.
dieses vorgespannte Netz von Auping).
Empfehlungen und Produkte, die nur auf eine bestimmte Liegeposition orientieren, sind unsinnig. Niemand kann sich zwingen, eine Nacht nur in Rückenlage zu schlafen. Der generelle Rat, härter zu liegen, wäre auch völlig falsch.
In Deinem Fall würde ich raten:
Mehr Polster, damit das Becken in Seitenlage tiefer einsinken kann und die seitliche Krümmung der Wirbelsäule vermieden wird. Dickere Matten oder zwei Matten übereinander fixieren. Die obere weicher und die untere härter Aufblasen. 5 cm sind zu wenig für eine gute Körperunterstützung in Seitenlage.
Achte penibel auf die Liegefläche. Selbst kleinste Unebenheiten und Schrägen unter dem Zeltboden können stören. Eventuell können einige kleine Schaumstoffpolster oder Bekleidungsstücke unter der Isomatte ausgleichen und z.B. den Lordosebereich (untere Wirbelsäule) besser abstützen.
Suche eine Möglichkeit, den Becken- und Schulterbereich weicher abzustimmen (Luftmatratze mit einzeln befüllbaren Kammern, quer angeordnet. Beckenhochlage unbedingt vermeiden.
Das Term a Rest-Feldbett könnte auch eine Lösung sein - ausprobieren.