Hallo Daedalus,
Ich möchte das Ganze filmerisch festhalten und bin auf der Suche nach Erfahrungsberichten, Tipps & Tricks.
Wie Falk schreibt: Die Kamera ruht, im Motiv ist Bewegung. Kameraschwenks sparsam einsetzen und langsam schwenken, Brennweitenveränderungen während des Filmens vermeiden. Schau Dir Dokumentationen im Fernsehen an. Speziell bei Landschaftsaufnahmen (wo sich nichts im Motiv bewegt) sind das mehr Dia-Vorführungen mit Tondokumentation.
Zeige Aufnahmen aus Deiner Perspektive sehr sparsam. Vielleicht, wenn die Wegbeschaffenheit sehr schwierig ist. Die meisten Aufnahmen dieser Art sind nur für Dich interessant. Viel besser sind Vorbeifahrten. Also Kamera auf das Stativ setzen, wegfahren, vorbeifahren, zurückfahren, Kamera einsammeln. Ja, das kostet Zeit. Aber das beim Filmen so. Gute Ergebnisse brauchen viel Zeit.
Hintergrund dazu: Im "normalen Leben" schaust Du Dich mit Deinen Augen in der Welt um. Mal nach rechts, mal nach links. Du bestimmst selbst, was Du Dir anschaust. Das funktioniert auch beim Fernsehen so, wenn die Aufnahmen richtig gemacht sind. Das Rad fährt durch das Bild und das Auge des Betrachters folgt aktiv dem Rad. Wenn Du die Kamera zuviel bewegst, nimmst Du dem Zuschauer diese Möglichkeit und er fühlt sich bald unwohl. Nur für ganz kurze Filme (z.B. Achterbahnfahrt) kann man die Kamera mitnehmen.
Nimm auch einen guten Fotoapparat mit. Die Bilder kannst Du in den Film einbauen. Damit sie nicht so statisch wirken, baue sie mit
Ken-Burns-Effekt ein.
Das Schneiden kostet richtig Zeit. Am besten schaust Du erst alle Aufnahmen in höherer Geschwindigkeit an. So vier- bis achtfach, je nachdem, was Dein Computer noch einigermaßen flüssig darstellen kann. Dann schreibst Du auf "Film 1 von 08:02 bis 08:52". Erst danach würde ich das Schnittprogramm aufrufen und die Schnipsel einfügen. Die Reihenfolge muss nicht chronologisch sein. Gut für den Zuschauer sind zwischendurch eingeblendete Karten.
Hintergrundmusik ist gut, sollte aber den Originalton nicht ganz verdrängen. Instrumentale Musik ist gut, weil sie sich nicht in den Vordergrund drängt. Pass auf, dass die Musik nur Untermalung ist und nicht die Hauptrolle bekommt. Beim Veröffentlichen solltest Du freie Musik nehmen.
Schau mal, ob es bei Euch einen Videokurs gibt. Manche Volkshochschulen bieten so etwas an.
Grüße
Andreas